verfaßt von Mario Falcke, E-Mail: keine Email, 26.05.2006, 23:13 Uhr
Ihr Beitrag lässt erkennen das Sie von Filmproduktion nicht viel verstehen. Müssen Sie auch nicht. Ebenso wie die zahlreichen kritischen Zuschauer des Films.
Der Film bedient sich eines in Deutschland überfälligen Themas, nutzt eine hochkarätige Crew und einen US-Kino-Weltvertrieb (Buena Vista) - das verhindert ein Durchfallen beim Publikum, macht ihn jedoch nicht zu einem wichtigen und themenrelevanten Film.
Spielfilmfiktionen mit dem Beigeschmack des Heldentums für Stasitäter sind nun einmal kontraproduktiv und erzeugen bei unbedarften, unkundigen oder jungen Zuschauern den Eindruck, die Stasi wäre ein Klischee-Geheimdienst gewesen und nicht einer der führenden Geheimdienste der Welt. Donnersmarck lässt über seine PR-Maschine verkünden er hätte 5 Jahre für den Plot recherchiert. Und macht dann so massive, banale und geschichtsklitternde Ausagen über das MfS?
Was in Sonnenalle noch lustig gewesen wäre, bspw.: "Wer ist da" und die Antwort "Staatssicherheit, öffen Sie die Tür", meint Donnersmarck ernst? Fehlte nur noch das die Schlapphüte sich zuvor noch telefonisch ankündigen. Jeder James-Bond Besucher hätte bei solch grotesken Szenen nur die Nase gerümpft.
Die SED-Diktatur ist und bleibt eben vor allem ein Thema für die ernsthafte Aufarbeitung. Geniessen Sie ruhig weiter "Hollywood" und seine Adepten.
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