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axel auerbach hat geschrieben am Di 26 Mär 2002 07:50:07 CET
liebe gaestebuchmacher. ich hoffe das ich nicht den rahmen eures gaestebuches sprenge wenn ich mir erlaube die diskussion noch ein klein wenig fortzusetzen.ihr erwaehnt die probleme der''eigenen gesellschaft''. in zeiten der globaliesierung faellt es mir schwer die grenzen ''unserer gesellschaft'' zu erkennen. meint ihr die ostdeutsche gesellschaft, die deutsche, die westeuropaeische, die europaeische inkl. osteuropa.gerade weil unsere gesellschaft nicht mehr aus dem internationalen kontext zu loesen ist kann ich nur nochmals zum internationalismus im kampf gegen repressionen auffordern.das beispiel mit dem israelisch palaestinaensischen konflikt halte ich in diesem zusammenhang fuer eher ungluecklich. da es sich dort mehr oderweniger um einen krieg zwischen verfeindeten gruppen handelt. mir geht es um repression von staatlichen seite gegen die eigene bevoelkerung, wie beispielsweise in weissrussland oder zimbabwe, turkmenistan etc. nicht vergessen: wer schweigt, stimmt zu. mit freundlichen gruessen
Admin Kommentar: Unsere Website stellt den Versuch dar, sich um die notwendige Verbesserung der Aufarbeitung von DDR Unrecht zu bemühen. Globale Grundsatzdebatten sprengen sowohl dieses Gästebuch als auch die Intention der Website. Zudem halten wir es für Vermessen, internationale Konflikte als Dreizeiler abzuhandeln. Für Diskussionsbedarf steht unser Forum zur Verfügung.
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axel auerbach hat geschrieben am So 24 Mär 2002 10:34:47 CET
Betr. 627 liebe gaestebuchmacher, vielen dank fuer die audfuehrliche reaktion auf meinen eintrag. leider sehe ich jedoch das ich wohl teilweise missverstanden worden bin. keineswegs moechte ich zum schweigen oder vergessen aufordern. desweiteren moechte ich auch nicht ein unrecht mit dem anderen aufwiegen ganz im gegenteil. was ich anregen moechte ist eine art internationale der repressionsopfer. ich denke die einstellung: “jeder kehre zuerst vor seiner eigen tuer” ist in diesem zusammenhang grundverkehrt. Was soll dabei im besten fall herauskommen? vielleicht werden ein paar ex-spitzel zur verantwortung gezogen, vielleicht bekommen ein paar opfer finazielle entschaedigung und dann? das deutsche volk hat aufgearbeitet. der internationale blickwinkel ist meines erachtens schon deshalb wichtig weil vielleicht einige von den taetern ihre dienste nun in anderen teilen dieser welt zur verfuegung stellen. ausserdem wenn man wirklich mal annimmt das die gewachsene zivilcourage den real existierenden sozialismus beendet hat warum sollte man diese positive erfahrung nicht versuchen mit menschen zu teilen die sich in aehnlichen oder schlimmeren zustaenden befinden als wir damals. wenn wir, die wir die moeglichkeit haben zu sprechen, wenn wir also schweigen zum unrecht das im rest der welt passiert so sind wir nicht besser als die leute die im osten geschwiegen haben zum unrecht was damals passiert ist.noch ein wort zur vergebung, ich denke nicht das vergebung als tauschgeschaeft funktioniert. Entschuldigst du dich – vergebe ich dir. fuer mein verstaendnis ist vergebung eine sache die durchaus einseitig funktionieren kann. das es in suedafrika zum beispiel bis jetzt noch nicht zum offenen buergerkrieg gekommen ist hat meines erachtens viel damit zu tun das viele von den schwarzen suedafrikanern in der lage waren zu vergeben ohne auf eine entschuldigung zu warten, die es meines wissen bis jetzt auch noch nicht gegeben hat. gerade diese bereitschaft zur vergebung gibt dem land fuer die zukunft eine grosse chance.Betr.629 Sehr geehrter Hr. Baumgarten, als erstes moechte ich ihnen versichern das niemand die schlimmen erlebnisse die sie in der stasihaft gehabt haben in abrede stellt. ich habe grossen respekt davor das sie diese jahre ueberstanden haben. Leider waren nicht viele menschen so stark wie sie sondern haben sich bereits nach ein paar monaten fuer den freikauf durch den westen entschieden. Daher frage ich mich immer wieder ob das system im osten nicht wesentlich eher zum sturz gekommen waere wenn sich nicht so viele leute fuer den einfachen ausweg in den westen entschieden haetten.Zur frage warum es den deutschen zu gut geht kann ich mich nur wiederholen und zum blick ueber de tellerand auffordern. Es geht nicht nur menschen in andren diktaturen schlechter als den deutschen sondern ca. 95% der gesammten menscheit. Sie muessen nicht bis nach afrika, gehen sie mal in ein krankenhaus in polen oder der ukraine, fragen sie mal warum hinter der deutschen grenze in tschechien/polen soviele nutten an der strasse stehen, fahren sie mal in eine englische oder portugiesische arbeitersiedlung oder in einen vorort von paris. dort werden sie recht schnell erkennen wie gut es den deutschen eigentlich geht.Leider scheint es ihnen jedoch nur um ihre finanzielle wiedergutmachung zu gehen was ich sehr schade finde. MfgBetr.631 Sehr geehrter Christian, in den letzten jahren habe ich mich sehr viel privat mit Urkrainern, Kaukasiern,Polen, Ungarn, Vietnamesen, Franzosen, Skandinaviern, Juden Kurden und Afrikanern (welche Afrikaner meinen sie eigentlich ghanaer,liberianer, somalies, erritreer, ugander, angolaner, falls es ihnen entgangen ist auch dieser kontinent besteht aus vielen unterschiedlichen voelkern und nationen die auf eine durchaus unterschiedliche geschichte zurueckblicken und die auch heute in durchaus sehr unterschiedlichen staatsformen leben.) leider hatte ich nicht die gelegnheit mich mit chinesen auseinaderzusetzen hoffe aber das in den naechsten jahren noch tun zu koennen. Desweiteren ist mir auch nicht entgangen das sich die christlichen fuehrungsnationen im krieg befinden, da meine momentane duty station Herat in Afghanistan ist sehe ich die auswirkungen dieses krieges taeglich (stimmt nicht ganz da ich mich gerade eine woche im iran zur erholung aufhalte).Zum schweigen und zum vergessen lessen sie bitte was ich weiter oben geschrieben habe.Leider kann ich ihre difusen tiraden gegen das christentum nicht so richtig mit meinem eintrag in einklang bringen, wahrscheinlich bin ich dafuer etwas einfach strukturiert oder zu dumm. sollten sie jedoch bereit sein aus ihrer anonymitaet heraus zu treten und sich hier mit e-mail adresse eintragen dann koennen wir gerne darueber diskutieren.Mit freundlichen Gruessen
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Baumgarten hat geschrieben am Sa 23 Mär 2002 18:49:29 CET
Von Seiten des Hompage Inhabers wird angeregt,daß viele Betroffene hier etwas Sagen oder einen klärenden Beitrag leisten sollten.Ich habe ( obwohl ich erst seit ein paar Tagen dabei hin )den Eindruck,da wollen einige ein Buch schreiben auf unsere Kosten.Und nun Kommts!( von tuten und blasen keine Ahnung ).So bekommt Ihr uns nicht dazu Euch unsewre Erfahrungen mitzuteilen.Wir haben Dinge erlebt , bitte entschuldigt , davon dräumt Ihr,oder besser , Eure Fantasie reicht nicht aus um es sich vorzustellen.Ich könnte für mich Aufarbeitung vorstellen aber bitte mit gleichgesinden Kameraden.Im Chat z.B.gibt es eine Flüstertaste,das heißt,die Konversation ist nur vertraulich und nur mit dem mit dem man es will.Hier schwätzt jeder mit, zumal hie und da der Verdacht eines ehmlg.nicht ausgeschlossen werden kann.Klärt mich auf wenn alles anders sein sollte.
Admin Kommentar: Dies ist das Gästebuch unserer Website, kein Diskussionsforum und kein Chatersatz. Unerwünscht und nicht freigeschaltet, werden sämtliche unpassenden Beiträge (Fake, Nonsens, politischer Extremismus, unsachliche Sentenzen und ab sofort auch ''grammatikalische Verballhornungen''). Ernsthafte Diskutanten verweisen wir auf unser Forum. Für den täglichen Datenmüll hat sich seit über einem Jahr unsere ''Löschfunktion'' bewährt. Unangetastet bleiben die Beiträge der authentischen Besucher.
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Ronald Wangler hat geschrieben am Sa 23 Mär 2002 13:34:06 CET
Kann mir jemand erklären, wie ich meine Stasi Akte anfordere und was zu beachten ist?
Admin Kommentar: Wenn Sie mehr als fünf Minuten auf unserer Website nachgelesen hätten, wäre Ihnen die Rubrik ''Hilfen'' ins Auge gesprungen. Dort finden Sie was Sie suchen.
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Regina hat geschrieben am Sa 23 Mär 2002 08:58:40 CET
Ich wünsche allen Lesern frohe Ostern und mehr Frieden im Herzen.
Admin Kommentar: Auch Ihnen und allen anderen Lesern ein frohes Osterfest!
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Christian hat geschrieben am Fr 22 Mär 2002 23:41:21 CET
Sehr geehrter Herr Auerbach (627),gestatten Sie mir bitte die Frage, was Sie dazu befähigt, öffentlich mokant darüber nachzudenken, was typisch deutsch ist.Weil Sie für ein paar Jahre weg sind ? Bischen wenig.Wenn Sie mal ein wenig mehr von der Welt bereist haben, dann werden Sie erkennen, welchen Quatsch Sie hier abgelassen haben. Bitte bleiben Sie noch eine Weile und sprechen Sie privat mit Urkrainern, Kaukasiern,Polen, Ungarn, Chinesen, Vietnamesen, Franzosen, Skandinaviern, Afrikanern, sprechen Sie mit Juden, Kurden, welchem Volk auch immer, das mörderische Diktatur erlebt und überlebt hat. Sie werden immer feststellen, das darüber sprechen, sich erinnern sehr wichtig ist, auch Diesen, als Teil der Aufarbeitung, als Hilfe zum Weiterleben, als Warnung und Mahnung vor dem Gewesenen. Die Erfahrungen, die wir gemacht haben sind wichtig für kommende Generationen, auch für Sie.NIEMALS werde ich schweigen! NIEMALS kann ich vergessen! Auch posthum wird Mielke nicht über mich siegen!Nun unterstellen Sie Rachewillen und mahnen ausgerechnet mit christlichen Werten Vergebung an. Wussten Sie eigenlich schon, daß die christlichen, sogenannten Führungsnationen, sich im Krieg befinden ? Dies als Antwort auf 11.09. Natürlich hat Herr Busch das Wort Rache nicht gebraucht, das musste er auch nicht.Sie sollten bitte auch nicht Ihre heiligen Texte bemühen, denn ausgerechnet dort ist von mehr Mord, Intrige, Verrat und Rache die Rede, als von Vergebung. Und noch Eines bitte. Bitte lesen Sie mal ein paar Geschichtsbücher, dann werden Sie erkennen, wie vergebungsvoll die Christen sind.MfG Christian
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Johannes-Ben Schulze hat geschrieben am Do 21 Mär 2002 21:02:50 CET
Das Buch soll heißen ''Das Licht das ich brauche'', aber es ist noch nicht veröfentlicht. Wenn sie einen Verleger kennen der sich dafür einsetzen würde, wäre sie sehr dankbar. Warte auf Meldung.
Admin Kommentar: Auf welche Meldung warten Sie? Wenn Sie ernsthaften Kontakt wünschen, sollte Sie sich mit/ per Mail melden. Für ernsthafte Anfragen engagieren wir uns gerne.
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Baumgarten hat geschrieben am Do 21 Mär 2002 20:56:48 CET
Betr.627 a.auerbachSehr geehrter Herr Auerbach,es ist schon sehr verwunderlich Ihre Betrachtungsweise über Opfer der ehm.DDR sprich Stasi und Internatader Unterdrückung und diktatorischer Vorgehensweise im Ausland zu lesen.Selbstverständlich gibt es Vergeben aber kein Vergessen.Und bitte warum geht es uns zu gut?nur ''weil es Bürgern anderer diktatorischer Staaten schlechter geht''?Die Leidenszeit ( bei mir viele Jahre in Stasihaft )kann uns niemand wiedergeben aber wir erwarten,daß wir finanziell soviel Ausgleich erhalten wie wir gehabt hätten wenn wir frei gewesen wären und unsere Arbeit erledigt hätten.
Admin Kommentar: Unabhängig von der derzeitigen verfassungswidrigen Ungleichbehandlung - ehemaligen Tätern werden höhere Grundrechte als Opfern eingeräumt - kann und wird es nie einen wirklichen finanziellen Ausgleich für Geschädigte geben können. Das die Politik jedoch nicht einmal Willens ist diesen Status Quo verändern zu wollen, ist ein Symbol für den ungenügenden Aufarbeitungsprozess in der Gesellschaft. Darum wäre es wichtig, wenn noch mehr Betroffene und Opfer des DDR- Unrechts sich zu Wort melden, als Zeitzeuge zur Verfügung stellen, ihr Leid nicht weiter verschweigen. Hilfe zur Selbsthilfe!
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Baumgarten hat geschrieben am Do 21 Mär 2002 19:49:11 CET
Hallo Manuela,könntest Du nochmal Deinen Beitrag versenden?Nur wenn ich ihn gelesen habe kann ich soweit ich etwas beurteilen kannoder ich sonst etwas beitragen kann,Dir darauf antworten.
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axel auerbach hat geschrieben am Do 21 Mär 2002 16:10:33 CET
Nun sitze ich hier im iran vor meinem rechner und stosse durch zufall auf diese seite. um das gleich vorwegzunehmen, ich bin in der ddr aufgewachsen und mein vater war einer von den ''buergerrechtlern'', ich habe im gemeindehaus der zionsgemeinde gewohnt und weiss also durchaus was bespitzelung durch die stasi heisst da ich sozusagen damit aufgewachsen bin. da ich mich schon seit einiger zeit nicht mehr richtig in deutschland aufgehalten habe erscheinen mir viele von den beitraegen die ich hier gefunden habe sehr deutsch. die armen opfer betrachten ihre vergangenheit und tun so als ob sie die einzigen sind die jemals gelitten haben. in vielen beitraegen kommt es mir auch so vor als ob manche gerne das wort rache benutzen wuerden wenn es nicht so schrecklich unzivilisiert waere. viele von den armen opfer sind meines wissens gute christen, ich frage mich ob sie in der bibel schon mal was ueber vergebung gelesen haben. natuerlich ist es wichtig sich zu errinnern aber die stasi war nicht die gestapo. man sollte auch bis zu einem gewissen grade in der lage sein zu vergessen und zu vergeben falls man daran interresiert ist wirklich eine ''bessere'' gesellschaft zu formen und es nicht dabei beruhen lassen sich auf die sogenannte demokratie einen runter zu holen. all das gejammer kommt mir doch sehr deutsch vor da mir ein bischen der blick ueber den tellerand fehlt. es sind nun 13 jahre vergangen seit der wende, sollte es nicht an der zeit sein aus dem ewigen aufarbeiten auch mal ein paar lehren zu ziehen und praktisch umzusetzen? zum beispiel mal nachzufragen wo heutzutage menschen unter den selben oder schlimmeren repressionen zu leiden haben und vielleicht versuchen denen unterstuetzung zukommen zu lassen indem man sich vielleicht zum sprachrohr macht. gerade der iran ist eigentlich ein gutes beispiel, die menschen hier leben zum teil unter umstaenden die sich ein fetter ostdeutscher nicht mal im traum vorstellen kann dazu kommt ein repressionsapperrat der die stasi um einiges ueberbietet. falls jetzt jemand sagen sollte ''typisch muslims, selber schuld'' kann ich nur darauf hinweisen das das mit dem islamischen glauben recht wenig zu tun hat da ja auch die opposition streng islamisch ist. das nur als ein beispiel von vielen. ich kann nur nochmal wiederholen das es den deutschen einfach zu gut geht da sie soviel zeit fuer nabelschau haben.apropos jammern, es gibt natuerlich auch positive beispiele wie baerbel bohley die ihre popularitaet genutzt hat um fuer menschen einzutreten die in anderen laendern unter schweren repression/krieg und vertreibung leiden. respect!nichts desto trotz eure seite ist gut gemacht und gerade auch fuer viele von den juengeren eine gute informationsquelle selbst mit dem vielen gejammer und den verkappten rachgeluesten denn eigentlich sagen die ja auch etwas ueber unser volk und unsrer geschichte aus. frohe ostern!
Admin Kommentar: Der gut geschriebene Beitrag mündet in einer Tendenz die in Deutschland ohnehin Oberhand nimmt und die wir für gefährlich halten: es gibt Schlimmeres, also schweigt ihr Opfer. Niemand bestreitet, daß es noch in vielen Regionen dieser Erde Zustände gibt die diktatorisch, menschenverachtend oder undemoktratisch sind. Entschuldigt das vergangene Diktaturen und Unrechtssysteme? Es ist die Front der ewig Schweigsamen die erst Unrecht gedeihen lässt. Einerseits die schweigsamen Legionen der Stasi und ihre Spitzel; andererseits die Millionen schweigsamen Mitläufer und zum Schluss die Opfer. Alle schweigen. Vereinzelt ein paar Opfer nur, die Aufarbeitung anmahnen. Die Tagespolitik hat sich schon längst für das endgültige Vergessen entschieden. War je ein Wort der Entschuldigung von den Tätern und Mittätern zu hören, dem die Opfer hätten sagen können ''wir verzeihen''? Nein. Aufarbeitung im besten (und damit demokratischen) Sinne hat es nicht gegeben. Deutschland ist noch immer diktaturerfahren und hält sich an Spielregeln, die keiner Demokratie würdig sind. Und genau in diesem Zusammenhang ist es unerheblich auf die Probleme dieser Welt zu verweisen: jeder kehre zuerst vor seiner eigenen Tür. Den Opfern das ausmisten des Augiasstalls zuzumuten ist realitätsfremd. Nur wenn sich die ''unbeteiligte'' Öffentlichkeit der eigenen Geschichte stellt, werden sich die Fronten, zwischen erneuter Überforderung der Opfer durch die verweigernden Täter, abbauen. Wer also ruft hier ''haltet den Dieb''?
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Johannes-Ben Schulze hat geschrieben am Do 21 Mär 2002 13:05:01 CET
Meine Mutter ist über die Grenze geflohen, und wurde festgenommen. Ich habe den Verdacht das der bezahlte Fahrer von der Stasi war. Meine Mutter hat über ihr gesammtes Leben in der ehemaligen DDR ein Buch geschrieben. Ab ihrer Kindheid bis zur Verhaftung ihrer Geschwister und ihr selbst und das Leben danach.Sie wird sich auch noch ein Mal hier melden.Schön das es so eine Website gibt.
Admin Kommentar: Wollen Sie uns den Titel des Buchs nennen?
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Manuela hat geschrieben am Do 21 Mär 2002 12:23:32 CET
ich finde es sehr schade,das ihr nicht mal auf meinen Eintrag reagiert!!!!!!
Admin Kommentar: Wer dieses Gästebauch für Fake missbrauchen will, wird gelöscht. Sie sehen, wir reagieren nur sehr selten auf anonymen Datenmüll.
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Danny hat geschrieben am Mi 20 Mär 2002 14:45:47 CET
Hi, eigentlich wollte ich bloss mal danke für den Superservice mit der Stasidatenbank sagen. Der alter Herr Balzer (Beitrag 621) nervt ziemlich ab. Speziell für den mal mein Kindergartenlied. Echt ich habe das singen müssen! ''Soldaten''Hör´ich die Soldaten singen,laß ich all mein Spielzeug stehn,und ich renne auf die Straße,die Soldaten muß ich sehn!Fröhlich klingen ihre LiederIch steh stramm und grüße sie.Und der Hauptmann grüßt mich wiedervor der ganzen KompanieUnsere Soldaten schützenalle Kinder vor dem Krieg,meinen Vati, meine Mutti,jedes Haus und die Fabrik.Auch den neuen Kindergartenmeinen schönen Teddybär,unser liebes schwarzes Kätzchenschützen sie mit dem Gewehr.Walter Krumbach
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. hat geschrieben am Mi 20 Mär 2002 14:17:07 CET
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Admin Kommentar: Auch wenn sich der Inhalt der Beiträge von Störenfrieden ''gebessert'' hat - diese Website bietet keinen Raum für Fakeeinträge. Der zugehörige Beitrag wurde gelöscht. Punktum.
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Baumgarten hat geschrieben am Di 19 Mär 2002 20:02:59 CET
Betr.621 ( Herr L.Balzer )Sehr geehrter Herr Balzer,ich achte ihre Überzeugung und als Sozialdemokrat habe auch ich immer die Hoffnung auf eine gerechte , menschenwürdigere Gesellschaft.Aber bitte schwören Sie doch einer Parteiführung von diktatorischen Kriminellen ab,die keine gesellschaft in unserem Sinne je angestrebt hat.Lassen Sie von sich hören!
Admin Kommentar: Vielen Dank für Ihre Sicht der Dinge - die DDR war nach internationalen Konventionen eine Diktatur.
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Ludwig Balzer hat geschrieben am Di 19 Mär 2002 19:09:10 CET
Diese Internetseiten sind nicht objektiv! Zwar möchte ich keinem Menschen absprechen seine Meinung äußern zu dürfen, jedoch nicht in dieser Art und Weise. Hier wird der Eindruck erweckt, daß sämtliche Mitglieder der Partei, und nicht nur die Staatsführung der DDR, korrupte oder inkompetente Menschen gewesen wären. Ich war von 1953 bis 1989 Mitglied der SED. Als überzeugter Sozialist glaube ich an die Ideale einer besseren und menschenwürdigen Gesellschaft. Sie verunglimpfen viele Tusende, die niemals einem Menschen Schaden zugefügt haben. Schämen Sie sich!Ludwig Balzer, 74 Jahre
Admin Kommentar: Vielleicht sollten Sie einmal Ihre Begriffsbestimmung von ''objektiv'' erläutern? Diese Website versucht - so gut uns möglich - über die Probleme der Aufarbeitung von DDR- Unrecht zu informieren. Dabei ist die Betrachtung aus Sicht der Opfer und Betroffenen unerlässlich - denn Menschen mit Ihrer Biografie tragen leider nur in seltenen Fällen zur kritischen Aufarbeitung des diktatorischen Unrechts bei. Bei Ihnen scheint sogar durch, daß Sie die DDR für das ''bessere und menschenwürdigere'' System hielten? Zudem sollten Sie wissen, das Schuld immer persönlich ist. Sie haben die Möglichkeit: zeigen Sie uns eine persönliche ''Verunglimpfung'' auf unserer Website. Wir sind davon überzeugt, das Ihnen das nicht gelingen wird. Genauso wenig, wie Sie den unabhängig denkenden Leser davon überzeugen können, daß Ihre Ansichten ''objektiv'' zu nennen wären.
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Klaus Z. hat geschrieben am Di 19 Mär 2002 16:54:58 CET
Ich habe 1997 meine Akten eingesehen und kopieren lassen. Gelesen habe ich Sie bis heute noch nicht. Wem geht es ähnlich?
Admin Kommentar: Das ist keine Seltenheit. Von zwei Leserinnen und einem Leser unserer Website erhielten wir Schilderungen ähnlicher Phänomene. Zwei brachen das Lesen ab, nachdem der gestorbene Vater als IM in den Akten (in eigener Sache) auftauchte; oder von Ärzten weitergegebene Krankengeschichten detailliert nachzulesen waren. Eine Frau war über die Art der Berichte und den akribischen Inhalt so angewiedert, das sie die angelesenen Kopien gar wegwarf. Die Entscheidung über das Lesen der eigenen Akte sollte im Wissen getroffen sein, daß auch sehr unangenehme Tatsachen bekannt werden könnten. Wenn Sie uns Ihre Mailadresse hinterlassen, können wir auf Wunsch einen persönlichen Kontaktversuch zu den o.g. versuchen.
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Eberhard hat geschrieben am Mo 18 Mär 2002 21:33:51 CET
Heute bin ich fast neunhundert Kilometer gefahren um in Leipzig Akteneinsicht zu nehmen, stellvertretend für meinen verstorbenen Vater. Die BStU hat zwar hervorragend gearbeitet (Respekt!!) , wegen der aktuellen Rechtssprechung in Sachen Dr.Helmut Kohl war aber ein Großteil der Daten und Fakten ''geschwärzt''.Nicht nur darum sehe ich in der Stasiopfer-Website ein hervorragendes Medium um Betroffenen eine Plattform zum Austausch zu bieten und Nichtbetroffene zu sensibilisieren.Wenn ich sehe, dass BStU alle ''behördlichen'' Websites vom Netz genommen hat, bin ich nicht nur zutiefst betroffen sondern auch entsetzt.Noch ein Grund mehr nach Möglichkeit diese Stasiopfer-Website zu unterstützen !!
Admin Kommentar: Ihr persönliches Beispiel zeigt eindeutig, welch fatale Folgen bei Akteneinsichten entstehen, wenn das von Kohl erzwungene Urteil umgesetzt werden muss. Die Arbeit und bisher unstrittige Praxis der BSTU ist durch kein anderes Engagement der Aufarbeitung zu ersetzen. Trotzdem sollten Sie die seit vielen Jahren bestehenden Verbände und Initiativen, die sich diesem Thema mit viel Energie widmen, nicht vergessen. Unsere Initiative besteht erst seit gut einem Jahr, ist nur im Internet aktiv und gehört eher zu den kleinen Bemühungen um eine bessere Aufarbeitung des DDR- Unrechts. Wenn Sie unsere Anliegen unterstützen möchten, können Sie dies mit Beiträgen, eigenen Haftberichten oder Kopien aus Ihren MfS Akten. Wir werden in wenigen Monaten weiteres, authentisches Aktenmaterial des MfS veröffentlichen.
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Baumgarten hat geschrieben am Mo 18 Mär 2002 20:47:24 CET
Frage mit Bitte um Antwort,ist die ehm.U-Haftanstalt des MfSin Berlin Lichtenber eine Gedenkstätte ( also für Besucher geöffnet ) ?Habe da von 5 Jahren U-Haft 3 Jahre verbracht.Die restlichen 2 in Hohenschönhausen und nach der Verurteilung durch das Obermilitärgericht Berlin II zu 12 Jahren Freiheitsentzug verurteilt in Bautzen II.
Admin Kommentar: Eine klassische Gedenkstätte werden Sie dort nicht vorfinden, dafür einige engagierte Aufarbeiter. Die Möglichkeit einer wirklich umfassenden Besichtigung kann für ehemalige Häftlinge immer vermittelt werden. Vor Ort - in der Gedenkstätte Hohenschönhausen - finden Sie kompetente Beratung für Ihr Anliegen. Viel Glück!
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Martina hat geschrieben am Mo 18 Mär 2002 09:53:56 CET
Angesprochen sind zwecks Bildung eines Freundeskreises, die ehemals inhaftierten Frauen und Männer im heutigen Alter von ca. 45 bis 60 Jahre, mit dem Bedürfnis zur geselligen Verbundenheit!
Admin Kommentar: Vielleicht stellen Sie sich den Lesern etwas vor?
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