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Karin Weber hat geschrieben am Mi 16 Mai 2007 00:31:34 CEST
@ Bernd, mir ging es anfangs wie Ihnen, denn auch mein Kommentar wurde gelöscht, was ich aber nicht weiter tragisch nehme. Wer die Seite insgesamt mittlerweile etwas besser kennt, der weiss, wie schnell man sich im Gästebuch an einem provozierenden Beitrag festmachen kann. Daraus entsteht oftmals eine Endlosdiskussion, die das eigentliche Anliegen des GB bei weitem übersteigt. Dazu ist u.a. das Forum da und ich würde mich freuen, Sie dort als Diskussionspartner lesen zu dürfen.
Admin Kommentar: Das Gästebuch dient einmaligen Besucherkommentaren, das Forum steht für Diskussionen zur Verfügung. Alles weitere regelt unsere Netiquette und die Moderation aller Beiträge. Konstruktive Kritik, Sachbeiträge und Meinungen sind jederzeit erwünscht und finden täglich über 10 000 Leser. Wir bedanken uns für das Interesse und die Beachtung der normalen Umgangsformen.
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Horst Anstatt hat geschrieben am Mi 16 Mai 2007 00:16:24 CEST
Stasi Opferrente Die Homepage ist gut und informativ. Nicht jeder ist im Zeichen unseres Regelungsperfektionismus so kraftvoll. Haeufiger ist Gleichgueltigkeit oder Resignation anzutreffen, wie sie im uebrigen schon Goethe zugeschriebenen sarkastischen Aeusserung zu entnehmen ist : Es gebe so viele Vorschriften, dass man nicht einmal die Zeit finde, sie zu uebertreten, wenn man sie alle lesen wollte. Unter dieser Anforderung stehen nicht nur Verordnungen und Merkblaetter fuer Steuern und Abgaben, nicht nur Gesetzexte und Verwaltungsschreiben,Sondern auch die Darstellung der Rente Ablaeufe von Stasi - Opfer vor Gericht. Nahezu jeden Tag Enttaeuschung oder Verzweiflung ueber ein Verfahren. Rechtsbewusstsein zu foerdern, verlangt zunaechst voll und uneingeschraenkt fuer alle Opfer einer Diktatur, das durchzusetzen - was um der Rechtsstaatlichkeit willen noetig ist. ( Eine Opferrente )
Admin Kommentar: Bärbel Bohley prägte den Ausspruch "Wir haben Gerechtigkeit gewollt aber den Rechtsstaat bekommen". Rechtsstaatlichkeit bedeutet einen Normenrahmen für die Gesellschaft zu bilden - eine vollkommene Rechtssicherheit oder die Durchsetzung von Recht kann es nicht geben. Das es 17 Jahre nach der Wiedervereinigung noch keine nachhaltigen gesetzlichen Regelungen für Opfer der SED-Diktatur gibt, dies ist eine Gesetzeslücke - und erneutes Unrecht für die Betroffenen.
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bernd hat geschrieben am Di 15 Mai 2007 13:44:38 CEST
Über die Art und Weise, wie hier im Gästebuch mit Kommentaren von Gästen umgegangen wird bin ich total enttäuscht. Ich reagiere auf einen Gast -Eintrag, in dem Stasiopfer diffamiert werden. Ohne Worte wird der "Sudelbeitrag" und auch meine Erwiderung gelöscht. Ich glaube kaum, dass ich mit meinem Beitrag gegen die Nettiquette verstoßen habe. Gerade wir, die wir die 2. deutsche Diktatur erlebt haben, sollten nicht Zensor gegen das freie Wort anwenden!!
Admin Kommentar: Für die Moderation - nicht die Zensur - sind wir zuständig. Lesen Sie unsere Netiquette. Die Freigabe, Rücknahme oder Löschung von Beiträgen wird von uns im Sinne des Grundanliegens dieser Internetpräsenz getroffen. Antworten auf Gästebuchbeiträge - auch wenn sie nicht gegen die Netiquette verstossen - werden mit dem Anstoss nehmenden Beitrag gelöscht, da kein Bezug mehr gegeben ist.
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günter gräf hat geschrieben am Di 15 Mai 2007 04:25:00 CEST
Ich als Betroffener und verurteilter mit 5 jahren Haft naCH DEM 17: JUNI HALTE ES nicht für richtig,das nur Bedürftige eine solche Rente bekommen.diese Rente steht jedem zu.
Admin Kommentar: Wer aufgrund nachweislicher politischer Verfolgung rehabilitiert ist, sollte einen Anspruch auf Nachteilsausgleich erhalten können.
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Peter hat geschrieben am Di 15 Mai 2007 04:24:06 CEST
Hi L. Günther, niemand hat damals eine Anklageschrift oder Urteil erhalten, es sollte ja alles unter der Decke bleiben für die Öffentlichkeit. Ich habe damals 1990 an die Staatsanwaltschaft des Gerichtes geschrieben, welches mich verurteilt hat und eine Kopie erhalten. Also als 1. Schritt versuchen, sonst über die Gauck/ Birthler Behörde. Gruß Peter
Admin Kommentar: Danke für den Hinweis.
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Christiane hat geschrieben am Di 15 Mai 2007 04:15:14 CEST
(Auch wenn viele zu Unrecht in Stasi-Haft waren, so waren die Haftbedingungen bei weitem nicht so schlimm. KZ-Opfer hatten da mehr zu leiden) Wenn ich so eine Aussage lese wird mir ganz übel,sicher kann man die "DDR Haft-Stasi" nicht mit KZ Bedingungen vergleichen, ich glaube das macht keiner, Aber ich habe es zu spüren bekommen wie es ist 21 Tage in einem Steinbunker der aus einem Feuerwehrschlau mit eiskaltem Wasser "beschossen" zu werden und das alles mit 16 Jahren . Prügel zu bekommen und mit Kindesmörderinen in einer Zelle zu sein, und dies mit der Gewissheit nichts aber auch garnichts gemacht zu haben , " da ja schon der Gedanke und die Äusserung "ich möchte zu meinem Vater" mich 3 Jahre meiner Jugend gekostet haben -------- mich machen solche Meinungen traurig - Ich bin jetzt 51 Jahre und habe immer noch Albträume , mir hilft keiner,sicher haben andere sehr gelitten und Deutschland tut heute noch Buße und bezahlt sogar an die Nachkommen.
Admin Kommentar: Zwischen Vernichtungslagern und KZ´s des Nazisystems und Haftbedingungen der DDR-Diktatur muss differenziert werden. In Zeiten des Stalinismus, des GULAG und der bis 1950 weiterbetriebenen KZ´s , wie z.B. Sachsenhausen und Buchenwald, kann man die Bedingungen überwiegend vergleichen. Die Verfolgungsbedingungen änderten sich im Laufe der Jahrzehnte - die ideologischen Gründe nicht.
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Lins Günter hat geschrieben am Di 15 Mai 2007 04:09:42 CEST
Mein Vater war ein Kleiner Selbständiger Tischlermeister und Katholisch und dadurch waren wir immer im Interesse der Stasi. 1960 wurde mein Vaters Tischlerei durch die Partei SED geschlossen. Als ich 1966 nach den Westen fliehen wollte wurde ich zu 20 Monaten verurteilt, trotz meiner Tbc, Das Urteil habe ich und mein damaliger Rechtsanwalt nie gesehen. Wo könnte man das herbekommen? 1984 durfte ich gegen Bezahlung von mir und der Pfändung meiner Möbel und kleinen Werkstatt inerhalb von 3,5 Stunden ausreisen. Heute fehlt mir meine rechte Niere wahrscheinlich durch einen Schlag mit einer Kalaschnikov auf den Transport von Erfurt nach Halle in die Steinstr. Für das alles habe ich bis heute keinerlei Entschädigung erhalten. Nur für die Haftzeit habe ich lediglich vor 1999 etwa 650,00DM erhalten. Heute erhalte ich eine Erwerbsunfähikeits Rente von 766,-€ So hoffe ich wenigsten auf die SED-Opfer Rente, wenn sie denn Gesetz werden sollte. Wenn ich heut mal in eine Gaststätte gehen sollte, was sehr selten vorkommt, sei ich werde eingeladen und esse ein Früstück und bekomme die 20g Abgepagte Butter fühle ich mich von der Größe der Butter wie im Knast, das kann man nicht wieder vergessen! Es gäbe noch so vieles zu Schreiben über Festen Bau oder die sogenannten Umerziehungslager wo ich auch 13 Monate war. Würde gerne meine Geschichte in allen Einzelheiten gerne mal jemanden erzählen. Lins
Admin Kommentar: Ihr Gerichtsurteil wird sich über das Bundesarchiv in Berlin auffinden lassen. Ebenso ist das Auffinden Ihres Urteils in Ihren Stasiakten möglich - sofern diese erhalten blieben. Wir wünschen Ihnen Kontakte um über Ihr Erleben sprechen zu können. Ihren Beitrag haben wir redigiert. Bitte achten Sie zumindest auf einen schriftlichen Mindeststandard - siehe unsere Netiquette und die Folgen der Nichtbeachtung.
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Karin Weber hat geschrieben am Di 15 Mai 2007 04:07:55 CEST
@ Annika, Ihr Beitrag spricht mir voll aus der Seele!
Admin Kommentar: Für Antworten/ Meinungsaustausch steht Ihnen jederzeit das Forum zur Verfügung.
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Jens Märker hat geschrieben am Di 15 Mai 2007 04:05:50 CEST
Hallo, ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin. Aber ich suche verzweifelt das Buch "Delikt220". Aber der angegebene Verlag scheint nicht zu existieren (mehrmals angeschrieben, keine Reaktion),antiquarisch ist es nicht zu haben. Kann jemand helfen? Jens
Admin Kommentar: Sofern Ihnen kein Leser weiterhelfen kann: wenden Sie sich an jede grössere Bibliothek, die bei der Titelsuche und Fernausleihe behilflich sein wird. Viel Glück!
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annika hat geschrieben am Di 15 Mai 2007 03:53:12 CEST
Ich habe einen Wunsch: vielleicht wird es irgendwann möglich damit aufzuhören, Leid zu katalogisieren. Leid lässt sich nicht nach Ort und Zeit in einer Tabelle ablesen oder in Schubladen packen. Hinter jedem Leid steht ein Mensch, mit ganz unterschiedlichen Empfindungen und Belastbarkeiten. Ein Mensch kann in 5 Minuten zerbrochen werden oder auch die Kraft haben, unendlich viel Schmerz zu ertragen. Auf keinen Fall hat jemand das Recht einem Menschen seinen subjektiven, ganz persönlichen Schmerz abzusprechen, geschweige diesen in einen Vergleich zu setzen. Und diese Wörter, "was wäre wenn" und "hätte" sind gut in Märchen zu verwenden. Wir haben ein heute und ein hier. In dieser Situation leben und handeln wir. Und wenn es nur wenig oder spät ist, was Opfern von Willkür und Gewalt als Wiedergutmachung erkämpft werden kann, - dennoch - darauf sollten wir uns konzentrieren. Annika
Admin Kommentar: Macht und Vorteilsdenken sind das Kennzeichen von Tätern und Mittätern des perversen Naziregimes und der repressiven SED-Diktatur. Ähnlich wie die HIAG, die Lobby der Waffen-SS nach dem Ende der Nazibarbarei, organisieren sich einstige Waffenträger der Repressionsorgane der DDR im ISOR e.V. und anderen Schutzbünden. Die Betroffenen und Opfer der SBZ/SED-Diktatur zeichnet in weiten Teilen etwas anderes aus: der Wille zur Aufarbeitung von Extremismus und Diktatur. Entschädigungsansprüche sind nur ein Bestandteil von vielen berechtigten Forderungen und Mahnungen an die Gesellschaft.
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sweetums hat geschrieben am Do 10 Mai 2007 01:21:43 CEST
Guten Tag, seit einiger Zeit sehe ich mir ab und zu diese (leider manchmal unübersichtliche) Hompage an und kann mich nur wundern. Auch wenn viele zu Unrecht in Stasi-Haft waren, so waren die Haftbedingungen bei weitem nicht so schlimm. KZ-Opfer hatten da mehr zu leiden und auch heute noch sind die meisten Gefängnisse auf dieser Welt Katastrophal. Selbst in diesem Land. Ich kann deshalb nicht verstehen, warum das Angebot der Bundesregierung 250 € Rente zu zahlen so niedergeschrieben wird. Sicherlich ist es ungerecht! Aber was wäre denn gewesen, wenn der Eiserne Vorhang nicht gefallen wäre? Was wäre gewesen, wenn die DDR ein eigenständiger Staat ohne BRD gewesen wäre? Hätten Sie dann Haftentschädigung von der UNO verlangt? Bestimmt wird es Ihnen nicht gefallen, was ich hier schreibe. Nach so vielen Jahren sollte dennoch jeder Froh sein, wenn die Unionsgeführte Bundesregierung ein Entschädigungsgesetz auf den Weg bringt. Unter Schröder hätte es nichts gegeben! Überlegen Sie mal bitte, wie lange es gedauert hat, die Zwangsarbeiter aus der NS-Zeit zu entschädigen. 90 % von denen liegen schon unter der Erde.
Admin Kommentar: Können Sie die Haftbedingungen des MfS oder in der SBZ beurteilen? Weit über 80% Häftlinge, der von den Sowjets weiterbetrieben KZ (z.B. Sachsenhausen und Buchenwald), wurden durch die Russische Förderation als Unschuldige rehabilitiert. Etwa ein Drittel kam in diesen Sonderlagern zu Tode. Dies liegt etwa im Durchschnitt aller KZ (und stellt keineswegs eine Verharmlosung der Nazidiktatur dar!). Jede 30. Familie der DDR hatte einen Familienangehörigen aus politischen Gründen in Haft. Nach Inkrafttreten der Zersetzungsrichtlinie 1/76 wurden feindliche Kräfte mit ausgeklügeltem psychischem Terror oder entsprechenden Verhören und Haftbedingungen bedacht. Es gibt daher keine Opfer erster oder zweiter Klasse. Es gibt auch keine bessere oder schlechtere Diktatur. Ebenso wenig eine Alternative zu einer Demokratie - die von der Gesellschaft getragen werden muss. Zivilcourage statt Mitläufertum und Mut gegen Ideologie und Extremismus jeder Art: dies sind die Lehren die Deutschland für sich ziehen muss. Nach zwei Weltkriegen und zwei Diktaturen muss das Wissen um die Ursachen unvergessen bleiben. Der Dachverband UOKG und alle wesentlichen Opfervereine sowie die einstigen Oppositionellen der DDR fordern keine höhere Opferpension. Sie fordern eine einheitliche Regelung für alle Betroffenengruppen. Selbst das weitaus ärmere Kroatien entschädigt einstige politische Häftlinge mit einer doppelten Durchschnittsrente. Rehabilitierung und Entschädigung von Opfern der Kommunistischen Ideologie ist im gesamten ehemaligen Ostblock ein wichtiges gesellschaftliches Thema. Wenn Sie ernsthaft interessiert sind, nicht polemisieren wollen, dann lesen Sie hierzu in unserem Forum nach.
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Harry Hinz NRW-Bunde hat geschrieben am Di 08 Mai 2007 04:41:02 CEST
Hallo. Erst einmal 2 Dinge in eigener Sache.Freue mich sehr, das ich auch außerhalb von NRW angerufen und angemailt werde.NRW habe ich nur als Namenszusatz gewählt, weil ich bestimmte Zusagen vom Petitionsreferat NRW und gute Kontakte zum P-Ausschuss habe. Dann bedanke ich mich sehr für das was Achim Meinhardt über mich geschrieben hat. Nun möchte ich was zum Beitrag von Siggi sagen. Es ist schlimm wenn Leute die sich mit "Unser Opferverband" melden, die Leute zur Resignation aufrufen. Wir haben schon was erreicht und werden auch noch Verbesserungen erreichen.Der Schlußsatz eines Briefes, mit Datum 24.04.07 von MdB Stefan Hilsberg, SPD an mich:"Ich gehe davon aus, dass auch in Zukunft der gesamte Komplex der Entschädigung und Wiedergutmachung für die Opfer der SED-Diktatur aktuell bleiben wird und weitere politische Entscheidungen erfordert." Es ist nur schade, dass jetzt kurz vor der Demo, kurz vor der Endscheidung, denn ich denke zum 17.Juni wird "eine Opferpension" kommen,so ein Gezänk unter den Opferverbänden ist. Auch denke ich, dass der Verweis auf die NS-Opfer uns nur schaden kann.Leider warten doch einige unserer Politiker nur darauf, dass wir ihnen damit noch entgegen kommen.Es ist schlimm, wenn ein Selbstbetroffener auch noch die Argumente liefert. Mit freundlichen Grüßen. Harry Hinz
Admin Kommentar: Für Dialoge bitte das Forum benutzen. Das Gästebuch soll weiterhin einmaligen Beiträgen von Besuchern vorbehalten bleiben.Im Forum können Sie - nach wenigen Sekunden der Anmeldung - Ihr Engagement zudem besser darstellen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
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siggi hat geschrieben am Mo 07 Mai 2007 19:29:30 CEST
Gesetzvorlage für Ehrenrente welche Erwartungen können wir noch haben ? Für die Regierung sind wir doch unliebsame Zeitgenossen, darum macht man jetzt auf die Schnelle ein Gesetz unter aller Würde und das Thema ist vom Tisch.Ich glaube an dem links gestrickten Gesetz wird sich nichts mehr ändern. In ein paar Wochen wird es noch einmal eine Lesung geben mit pla, pla und vor der Sommerpause ist das Gesetz gestrickt. Nicht vergessen die Petition wird vielleicht auch noch formell behandelt.Ich habe auch einige Schreiben an unsere Politiker geschrieben und auch von den Vorzimmerdamen nur oberflächlichliche Antworten dazu bekommen, dies waren meißtens Standard Briefe. In unserem Opferverband sind wir der Meinung, dass seit dem vergangenen jahr eine unverhohlene Ausgrenzungs-und Auflösungspolitik gegnüber uns Opfern kommmunistischer Gewalt betrieben wird,wobei die Initiativen offensichtlich von den Parteibüros der derzeitigen Bundesregierung auszugehen scheint. Die politisch Verantwortlichen in der Bundesregierung gehen nach wie vor saft-und kraftlos in die Knie, wenn sie den unheilvollen Druck der NS- Opferlobby verspüren. Welcher Politiker ist schon bereit, seine Kariere auf das Spiel zu setzen und existenzielle Konsequenzen zu riskieren, wenn der Bannstrahl dieser Lobby droht ? Lieber begeht man politischen Frevel und verbirgt sich und seine politische Position bis zur Unkenntlichkeit. Die in Aussicht gestellte Ehrenrente erweist sich nach intensiver Betrachtungsweise als eine von langer Hand vorbereitete billige Mogelpackung und muss als der Höhepunkt der gegen uns gerichtete offenen Diskrimierung angesehen werden mit dem Ziel, eine möglichst große Anzahl von uns Opfern frustiert,gedemütigt und enttäuscht endgültig aus den Öffnetlichkeit zu verbannen und in die private Isolation zu treiben. Dem müssen wir mit allen uns zur Verfügung stehend Mitteln entgegentreten. Eine Möglichkeit ist sicher dazu der Aufruf der Operverbände VOS,BSV Bautzenkomitee und der Vereinigung 17.Juni am 16.Mai zu einer Groß DEMO in Berlin. Weitere Einzelheiten zu den Stellplätzen u.ä sind bei (Link wurde entfernt) zu finden. Es ist sicher unsere letzte Chance der Öffentlichkeit zu zeigen, wie wir Opfer mit Wahlversprechungen getäuscht wurden.
Admin Kommentar: Herr Siegfried Keil, Sie bezeichnen den Entwurf für ein 3.SED-Unrechtsbereinigungsgesetz als "links gestrickten Gesetz". Demnach bezeichnen Sie die CDU, die diesen Entwurf mit entwarf, als linksstehende Partei. Weiterhin schreiben Sie "Die politisch Verantwortlichen in der Bundesregierung gehen nach wie vor saft-und kraftlos in die Knie, wenn sie den unheilvollen Druck der NS- Opferlobby verspüren.Welcher Politiker ist schon bereit, seine Kariere auf das Spiel zu setzen und existenzielle Konsequenzen zu riskieren, wenn der Bannstrahl dieser Lobby droht?" Abschliessend werben Sie für "unserem Opferverband", womit Sie ausdrücklich die VOS meinen. Dieser Verein, der mitnichten einen Verband darstellt, wurde in den letzten Jahren von einem rechtsextrem aktiven Vorsitzenden okkupiert. Sie sind ein Beispiel für den Niedergang der VOS. Das die weiterhin amtierenden Bundesvorstände, Alex Latotzky und Hugo Diederich, nach wie vor rechtsextreme Mitglieder in den eigenen Reihen dulden und das Ansehen des ältesten Vereins eh. pol.Häftlinge der DDR dadurch schädigen, muss öffentlich gerügt werden. Aus diesem Grund wurde die VOS aus dem Dachverband UOKG ausgeschlossen. Wer die Opfer der Nazidiktatur verächtlich machen will - um im gleichen Atemzug von einem "Höhepunkt der gegen uns gerichtete offenen Diskrimierung" zu faseln - der outet sich als undemokratischer Spiessgeselle. Ihrer Geisteshaltung deckt sich mit schützenden Verlautbarungen in der VOS Zeitschrift "Freiheitsglocke", die sich vor den rechtsextremistisch aktiven "Führer" Bernd Stichler stellte oder Werbung für den selbst öffentlich bekennenden "Nationalsozialisten" Gustav Rust macht. Weitere Informationen zu den Machenschaften in der VOS finden Sie hier in einem offenen Brief des Vorsitzenden des Dachverbandes UOKG: http://www.stasiopfer.de/component/option,com_simpleboard/Itemid,/func,view/id,1092350088/catid,4
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achim meinhardt hat geschrieben am Mo 07 Mai 2007 19:30:51 CEST
Hallo Harry ich mus mal in namen aller sagen mach weiter so danke es gibt viele den liegt das schreiben nicht so deswegen noch mal danke
Admin Kommentar: "Im Namen aller"?
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christiane spindler hat geschrieben am Mo 07 Mai 2007 19:33:31 CEST
die anerkennung der haftschäden von meinem Mann ist abgelehnt worden.4,6 jahre bautzen ist schlimm-aber nichtanerkennungswürdig.das Sozialgericht hat dafür 12 jahre gebraucht.Ja das ist kein Druckfehler.die Anwaltskosten werden mich noch lange daran erinnern.
Admin Kommentar: Wenden Sie sich an einen der Landesbeauftragten für die Stasiunterlagen in den Neuen Ländern. Ein Widerspruch gegen das Urteil könnte sinnvoll sein. Eine Prozesskostenhilfe sollten Sie ebenso prüfen. Die Gesetzesnovellierung kann evtl. erleichterte Anerkennungen von Haftfolgeschäden beinhalten. Wir wünchen Ihnen Mut und viel Glück!
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dieter klaus jakob hat geschrieben am Mo 07 Mai 2007 19:37:25 CEST
erst einmal bedanke ich mich bei ihnen fuer die veroeffentlichung meiner zeilen und auch bei denen die an mich persoenlich geschrieben haben.sie schreiben mir das ich meinen fall vor dem rechtsausschuss vortragen kann,habe im internet nach gesehen,aber ich weis nicht wer fuer mich zustaendig ist,denn es sind sehr viele adressen.wuerde mich darueber freuen wenn sie etwas konkreter schreiben wuerden,an wen ich schreiben kann.bedanke mich im voraus fuer ihre bemuehungen.dieter jakob und familie santa fe argentinien.
Admin Kommentar: Das Büro des Rechtsausschusses gibt Ihnen telefonisch jede erdenkliche Auskunft zu allen wichtigen Ansprechpartnern.
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dieter klaus jakob hat geschrieben am Do 03 Mai 2007 13:20:17 CEST
ich bin durch zufall auf ihre internetseite gestossen.ich selber war ueber sieben jahre in politischer haft und habe gelesen das die bundesregierung eine opferrente bezahlen wollen.ich habe diesbezueglich nur wenige informationen,da ich in argentinien lebe.ich wurde am 23.04.1981 aus der stasihaft niederschoenhausen nach berlin-west entlassen.heute sind nun schon 26 jahre vergangen und bis heute hat man mir meine gesundheitlichen schaeden nicht anerkannt,netzhautabloesung mit blutungen,ich bin schwehrbeschaedigt und lebe im monat von 250 euro und eine jaehrliche unterstuetzung von der stiftung fuer ehemalige politische haeftlinge aus bonn und nur dank dieser unterstuetzung muss ich und meine familie nicht in armut leben.ich hoffe,sie koennen meine verbitterung und entteuschung verstehen,denn die ehemaligen mitarbeiter des mfs und exfunktionaere der SED mussten nicht so lange warten um ihre hohen renten zu bekommen.ich bin froh darueber das es menschen gibt die sich fuer unsere belange einsetzen und moechte mich auf diesem wege bei diesen menschen bedanken.sollte mir jemand hefen koennen und wollen waere ich sehr dankbar!ich bedanke mich im voraus fuer fuer ihre hilfe und verstaendnis dieter jakob und familie santa fe argentinien.
Admin Kommentar: Sofern das 3.SED-Unrechtsbereinigungsgesetz gültig wird, gehören Sie zweifelsfrei zu den Antragsberechtigten. Nach dem bisher vorliegenden Gesetzesentwurf würden Sie eine Opferpension von 250 Euro erhalten. Allerdings dürften Sie dann keine Hilfsanträge mehr bei der Stiftung HHG stellen. Da der Gesetzesentwurf noch nicht beschlossen ist und viele Bereiche nachgebessert werden müssen, sind konkretere Antworten unmöglich. Sie haben das Recht und die Möglichkeit Ihren Fall dem Rechtsausschuss des Bundestags mitzuteilen. Dort wird über die Auslegung des Gesetzesentwurfs zur Zeit beraten.
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Manfred hat geschrieben am Do 03 Mai 2007 13:17:49 CEST
Ich bin auf der Suche nach gleichfalls Betroffene, denen zu Zeiten der DDR, aufgrund staatlichen Machtmissbrauchs ein Haus enteignet wurde und die diesbezüglich im Rahmen des Anspruches nach dem Entschädigungsgesetz vom 27.September 1994 (BGBl. S. 2624) zu entschädigen sind und wo in der Berechnung ein Kürzungsbetrag (Degression) zur Anwendung kam. Ein Sachverhalt der den Namen „Entschädigungsanspruch“ nicht gerecht wird.
Admin Kommentar: Wenden Sie sich an die ARE ( Aktionsgemeinschaft Recht und Eigentum e.V.) unter: http://www.are-org.de Sie können auch gerne in unserem Forum von Ihren Erfahrungen berichten. Viel Glück!
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artvianda hat geschrieben am Do 03 Mai 2007 20:19:50 CEST
Kann mir mal jemand sagen, wie ich an eine Kopie meiner Haftunterlagen aus Bitterfeld komme? Durfte mich dort wegen § 213 aufhalten und im Tagebau schinden. ich danke Euch und wir werden nicht aufhören zu kämpfen für unsere Anerkennung.
Admin Kommentar: Versuchen Sie es über das Bundeszentralarchiv in Berlin. Dort werden überwiegend die Haftakten der DDR verwaltet. NACHTRAG: per Mail erhielten wir folgende Sachhinweise für Sie. Da Sie keine Mailadresse angaben, veröffentlichen wir die für Sie relevanten Informationen: Nach einem uns vorliegenden Verzeichnis von Gefangenenkarteien und Gefangenenakten der früheren DDR, Stand: August 1995, herausgegeben von der Senatsverwaltung für Justiz Berlin, (stellen wir gern Herrn F. in Kopie zur Verfügung) sind Haftunterlagen aus Bitterfeld bei folgenden Behörden anzufordern: (leider steht bei artvianda kein Zeitraum des Aufenthaltes in Bitterfeld dabei, deswegen der gesamte Text) a) Zentrale Auskunftsstelle des Justizvollzuges des Landes Sachsen-Anhalt bei der Justizvollzugsanstalt Halle Postfach 11 36 06015 Halle (Saale) Hier werden folgende Unterlagen aus Vollzugseinrichtungen der ehemaligen Bezirke Magdeburg und halle, die dem Ministerium des Innern der ehemaligen DDR unterstanden, aufbewahrt: Ein vollständiger Bestand an Karteikarten und von zum Teil reduzierten Gefangenenpersonalakten der Entlassungsjahrgänge 1950 bis 1960, Mikroverfilmungen reduzierter Gefangenenakten der Entlassungsjahrgänge 1961 bis 1970 (die Mikroverfilmung der Akten der ehemaligen Justizvollzugsanstalt Bitterfeld des Entlassungsjahrganges 1961 ist nicht vorhanden), Zur Mikroverfilmung vorbereitete Gefangenenakten der Entlassungsjahrgänge 1971 bis 1973 sowie Gefangenenakten der Entlassungsjahrgänge 1973 bis 1976, die zum Teil für die Mikroverfilmung vorbereitet wurden, aber zum Teil auch noch vollständig vorhanden sind. b) In der Jugendanstalt Halle werden die Gefangenenpersonalakten der Entlassungsjahrgänge ab 1977 der ehemaligen Justizvollzugsanstalt Bitterfeld aufbewahrt. Jugendanstalt Halle (ab 15.10.02 JVA Halle III) Wilhelm-Busch-Str. 38 06118 Halle Tel.: (0345) 2200 Fax: (0345) 220-4536 Wir bedanken uns für die konkreten Hinweise und wünschen Ihnen viel Glück beim Auffinden Ihrer Haftakten.
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Robby hat geschrieben am Do 03 Mai 2007 13:29:57 CEST
Ich wurde als Jugendlicher in ein Jugendwerkhof eingewiesen. Dort konnte ich gegen meinen Willen die 10. Klasse nicht absolvieren. Für eine Berufsausbildung war dort die Zeit zu kurz. Grund war, mich vom ichdenken zum wirdenken umzuerziehen, um mich wieder in die sozialistische Gemeinschaft einzugliedern. Dafür saß ich dort 15 Monate. Da ich glaube, dass die ganze Aktion nicht angemessen war, und mir das Verfassungsmäßige Recht auf Bildung verweigert wurde, möchte ich versuchen, die Rehabilitierung und evtl. SED-Opferrente einzuklagen. Wer kann mir dazu Tips geben und kennt jemand einen darauf spezialisierten Rechtsbeistand? Antworten können mir auch direkt gesendet werden an: basler-photography(AT)t-online.de Dankend verbleibe ich im Voraus und denke, dass ist eine gute und wichtige Seite hier. mfg. Robby
Admin Kommentar: Sie brauchen keinen Rechtsbeistand und müssen nicht klagen. Beantragen Sie Ihre strafrechtliche und berufliche Rehabilitierung. Sie haben dann Anspruch auf die (geringe) Haftentschädigung von 600 DM/ Haftmonat. Zudem können Sie eine Berufsausbildung oder Weiterbildung gefördert bekommen. Wenn Sie trotz Arbeitseinkommen bedürftig sind, können Sie monatlich ca.183 Euro Ausgleichsleistungen erhalten. Wenden Sie sich an die Landesbeauftragten für Stasiunterlagen in dem Bundesland in dem Sie früher in der DDR lebten - Sie erhalten dort kostenfrei auf alle Ihre Fragen Antwort. Wir helfen ebenso weiter - wenn Sie möchten erreichen Sie uns per Mail.
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