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Carsten Dettbarn hat geschrieben am Mo 06 Mai 2002 18:26:40 CEST
Strafe muß sein für die Taten von damals. Aber die Strafe muß verhältnismäßig bleiben (z.B. für einen ehemaligen Stasi-Spitzel (männlich oder weiblich), je nach Engagement und Dienstzeit 1-10% seines/ihres Netto-Lohnes lebenslang ist m.E. relativ human gemessen an dem Unheil, das die Person angerichtet haben kann. Die 1-10% könnten dann einem Opferfond zukommen - leider gibt es solche Strafen nicht, die auch denjenigen/ diejenige immer wieder daran erinnern, was er/sie anderen für Leid zugefügt hat und sie so wachhalten.). Ein Spitzel ist aber schließlich kein Henker. Und ich muß jedem Menschen (ob ehemaliger rechtsradikaler Skinhead oder ehemaliger Stasi-Mitarbeiter) zugestehen, dass er seine Meinung auch geändert haben kann und dass er vielleicht sogar ein besonders positives Mitglied unserer Gesellschaft geworden ist. Das heißt, dass die Strafe nicht der kategorische, lebenslängliche Ausschluß von beruflichen Tätigkeiten sein kann, die eine Vorbildfunktion haben (Lehrer, Politiker, Soldat, Rechtsanwaldt, Tätigkeiten im öffentlichen Dienst,...). Es bleibt aber zum Schluß, wenn man Kommentare und Berichte von den Opfern gelesen hat, die Erkenntnis, dass das getane Unrecht nie wirklich gesühnt werden kann. Wir alle müssen wachsam bleiben, damit sich staatlich gelenktes Unrecht,das man leider nicht einmal in der Demokratie verhindern kann, nicht wieder organisieren kann.
Admin Kommentar: Richtig. Statt ehemaligen Verantwortlichen des DDR Unrechts weitere Rentenanpassungen auf Luxusniveau einzuräumen, sollten die Mehraufwendungen zur Milderung der Rechtsfolgen bei vielen Betroffenen eingesetzt werden. Dafür braucht es eine Veränderung der Gesetzgebung, die eindeutig eine Besserstellung von Verantwortlichen des DDR Unrechts ausschliesst. Nach bisherigem Recht fühlen sich Seilschaftsvereine des MfS (z.B. ISOR) bestärkt und dazu berufen in hundertfachen Klageverfahren die, für DDR Verhältnisse exorbitanten, Bezüge der "Tschekisten" in klingende Rentenmünze zu verwandeln. Opfer dagegen erhalten nur eine pauschale Abgeltung. Diese Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes muss vom Gesetzgeber geändert werden - oder das Bundesverfassungsgericht muss angerufen werden. Zwei wichtige Opfervereine bereiten zur Zeit Klagen vor.
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Werner Alter hat geschrieben am Mo 06 Mai 2002 18:11:04 CEST
Ich wohne in Düsseldorf,und bin Mitte der 70 er auch mal Opfer von Anschwärze geworden,als ich über die Friedrichstr.nach dem Osten einreisen wollte,verlief zum Glück noch glimpflich, gegen diverse Westmark.Mich würde interessieren,ob ich da auch in den Akten vertreten bin. Gruß werner
Admin Kommentar: Stellen Sie einen Antrag auf Akteneinsicht - wir könnten nur Vermutungen anstellen.
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Karl Jugert hat geschrieben am Mo 06 Mai 2002 16:39:26 CEST
Endlich mal ein paar Leute, die sich diesem Thema widmen. Es ist schlimm genug, dass alte Stasi-Leute Bücher schreiben und diese dann bei öffentlicher Vorstellung die Machenschaften der Stasi als Lüge hinstellen und dafür nicht mal zur Verantwortung gezogen werden.
Admin Kommentar: Durch bewusstes Unterlassen, durch einseitige Darstellungen und immer wieder "durchdrungen von der großartigen Idee des Sozialismus" dem sie angeblich dienten, will sich ein Teil der alten Generalsgarde selbst ein Denkmal setzen. Es ist absurd, wenn man mit ansehen muß in welch Tatsachenverdrehung sich Täter von einst zu Märtyrern von morgen aufspielen wollen. Glücklicherweise sind sowohl die Medien als auch die Öffentlichkeit nicht bereit diese offensichtliche Täuschung aufzunehmen. Es ist an der Zeit das die Opfer und Betroffenen des DDR Unrechts sich öffentlich deutlicher bemerkbar machen.
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Cindy hat geschrieben am Mo 06 Mai 2002 08:43:16 CEST
Es kommt anders als man denkt, deshalb denken viele nicht, damit es nicht anders kommt. Heute haben die ewig Gestrigen wieder Zukunft. Bleibt weiterhin so nachdenklich, damit es Morgen kein Gestern gibt.
Admin Kommentar: Vergessen Sie die Hauptdarsteller nicht: Diktatoren sind im Nachhinein um das fälschen der Vergangenheit bemüht, Politiker bemühen sich um das fälschen der Gegenwart und Ideologen bereiten gar das fälschen der Zukunft vor. Ohne Zivilcourage gäbe es die DDR noch - auch wenn die Fälscher anderes behaupten.
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Bruno Baumann hat geschrieben am So 05 Mai 2002 21:16:30 CEST
Eine Frage vorab. Warum dürfen ehemalige hauptamtliche MfS- Mitarbeiter, nachweislich Beamte beim SEK in Sachsen-Anhalt werden bzw. Personenschützer von Kurt Biedenkopf? Oder macht die Demokratie Unterschiede zwischen benötigten Wissen und Können und nicht benötigten( Hausmeister, Kraftfahrer...auch ehemalige, doch Chancenlos im öffentlichen Dienst)?!
Admin Kommentar: Eine berechtigte Frage. Antwort werden Sie jedoch nur von den zuständigen Ämtern und Ministerien erhalten - wenn Sie die Courage haben dort nachzufragen. Daran mangelt es zu oft: am Mut es nicht hinzunehmen das in dieser Demokratie ehemalige Täter des MfS wieder für die "Sicherheit" dieses Landes zuständig sind. Uns sind ebenso Fälle aus dem LKA Sachsen - Anhalt bekannt. Wir können -mit behördlichen Dokumenten sogar - Strafvereitelung im Polizeiwesen des Bundeslandes Sachsen - Anhalt beweisen. Der konkrete Fall im LKA des Bundeslandes wird demnächst publiziert. Wenn Sie Fakten haben, zögern Sie nicht. Wenn Sie Ihre Fakten beisteuern möchten, senden Sie uns eine kurze Mail. Es darf keine Duldung von Machtmissbrauch durch frühere Täter geben. Hoheitliche und gesellschaftswichtige Vertrauenspositionen haben für ehemalige Geheimdienstler der DDR tabu zu bleiben. Die CDU geführte Bundesregierung hat bis 1998 dem nicht ausreichend Rechnung getragen. Im Gegenteil - es wurde ein "Waffenstillstand" zwischen dem MfS und den Sicherheitsbehörden der Bundesrepublik abgesprochen: Straffreiheit für Mitarbeit; Verzicht auf Sabotage gegen sichere Positionen. Zudem machte die bundesdeutsche Justiz sich das enorme "Fachwissen" vieler ehemaliger Tschekisten zu eigen. Im weiteren buhlten die Genossen des KGB und auch die amerikanischen Dienste erfolgreich um "Fachpersonal". PS: Nach dem Übergriff des Berliner Datenschutzes wurden alle uns vorliegenden Fakten und Akten in die USA transferiert. Dies ist als Hinweis an das LKA Sachsen - Anhalt zu verstehen: Die Fakten über Machenschaften des MfS im LKA werden direkt aus den USA publiziert.
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W.M. Hartmann hat geschrieben am So 05 Mai 2002 14:39:39 CEST
Hallo Stefan, nun ich hoffe nicht, das Du mich zu den "Spinner, Versagern und Idioten in der DDR" rechnest. Immerhin habe ich mich auch im Westen ganz gut geschlagen. Ich denke doch wesentlich besser als 95 % meiner ehemaligen Kollegen von der AdW, eingeschlossen dem frueheren Direktor Gunnar Winkler. Und dies obwohl mir 6 gute Jahre meines Lebens (Alter 35-41, Jahre 1979-85) von diesen Genossen gestohlen wurden und die Gefaengniszeit nicht spurlos an mir voruebergegangen ist. Dein Zitat von Schorlemmer bringt mich aber auf die Idee: Man sollte denjenigen, die die damalige DDR so gut fanden, ein Stueckchen Land geben wo sie wieder ihre Mauer errichten koennen und ihre sozialistische Planwirtschaft betreiben. Mit der einzigen Ausnahme das sie diesmal andere nicht mehr zwingen koennen mit ihnen zu leben und fuer sie die Arbeit zu machen. Der Herr Schorlemmmer koennte dann vielleicht Wirtschaftsminister, und der Herr P.-M. Diestel wieder Innenminister werden. Eine grosse Zahl von frueheren Stasioffizieren muesste dann wohl die schwerere Arbeit verrichten, wie z.B. das Errichten der neuen Mauer, zusammen mit ein paar der ewig gestrigen Idioten wie Sie. Dann koennten Sie da auch wieder ihre eigene so menschenfreundliche Gesetzgebung pflegen und sich gegenseitig einlochen, z.B. wegen Kontakte zum Klassenfeind. Wie waers? In den letzten drei Jahren habe ich hier festgestellt das etwa 80 % der Bevoelkerung in den alten Bundeslaendern sich die Mauer zurueckwuenschen. Die wuerden vielleicht sogar Geld dafuer geben, das Leute wie Sie wieder hinter einer Mauer verschwinden:-) Ich glaube, Sie wuerden nicht viel Widerstand haben so etwas anzufangen und in Mecklenburg, das ja eine grosse PDS Waehlerschaft hat, wuerde man sicher ein Stueckchen Land fuer sie finden. Viel wuerde man ja fuer die Bevoelkerung nicht brauchen. Tun Sie's doch! Wolfgang
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Max Michaelsen hat geschrieben am So 05 Mai 2002 00:27:15 CEST
Zum Beitrag 827 / Roger
Tu es einfach! Rede sachlich, mach - nach 12 Jahren endlich den Anfang. Was denkst denn du, warum hier soviel Wut erklärt wird? Gab es nicht tausende Angebote an euch, sich sachlich zu erklären? Schon die ersten Anfänge habt ihr unterminiert, habt den runden Tisch besetzt, habt euch gezielt in die Demokratie assimiliert. Auf alle Angebote der Opfer kam ein langes Schweigen. Dann war die Antwort ein Buch mit über tausend Seiten, in dem kein Satz der sachlichen Aufklärung stand. Die letzte Antwort war der "Betroffene", der jetzt über den Stasischützer Metschke versucht die Opfer zu kriminalisieren. Ihr hattet Zeit dafür - lange. Ihr habt sie nicht genutzt, sondern euch erstmal um die möglichen Früchte der Demokratie gekümmert. Und nun wundert ihr euch. Nein Roger, jetzt ist Schluss mit lustig. Jeder von euch muss mit Name und Adresse genannt werden. Damit ihr euch erklären müßt. Jeder Neubeginn fängt mit einer Analyse der Vergangenheit an. Ihr habt dies nicht getan. Keinem von euch wurde der Kopf angebissen und mancher von euch hätte es verdient. Urteile nicht über Leute, die in ihrer Wut von "roter Brut" reden, wenn du und deines Gleichen nicht den Anfang machen und uns vom Gegenteil überzeugen. Also rede und bring deinen Teil dazu bei.
Max Michaelsen
Admin Kommentar: Betroffen und trotzdem sachlich zu sein - das fällt vielen Opfern schwer. Wer dafür kein Verständnis hat sollte sich selbst prüfen wie er reagiert, wenn ihm Unrecht widerfährt. Wir sprechen nicht umsonst von notwendiger Aufarbeitung des DDR Unrechts. Dazu gehört das Bekenntnis der Mitverantwortung und Mitschuld der Täter. Erst dann kann die Öffentlichkeit die Belange und Probleme der Opfer besser einschätzen, kann die Kluft über Generationen vermieden werden. Wenn weiterhin die Ideologen alter Schule das Geschichtsbild verstellen wollen, dann nur zum Schaden der Demokratie, die in der kommenden Zeit Probleme nicht ausgetragener Konflikte ertragen muss. Die Fehler bei der Aufarbeitung der schlimmen Naziverbrechen sollten Deutschland eine Lehre sein.
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Stefan hat geschrieben am Sa 04 Mai 2002 21:51:29 CEST
Widersprüchlich: Ihr wollt Täter integrieren und gebt Leuten eine Plattform, die es vor Hass auf die "Roten" bald zerreißt. Genau diese Leute halten den Roten aber die Vorzüge des neuen Systems wie Toleranz und Demokratie vor. Letztlich sind es die neuen Seilschaften-einig und verbunden im Haß, demokratisch legitimiert, versteht sich. Es gab soviele Spinner, Versager und Idioten in der DDR, die ihr Versagen der "Einheitsfront" in Rechnung stellen, heute wieder gescheitert sind und nun schon wieder überall Stasi wittern.Mittlerweile bequemen sich ja auch einige Fernsehbeiträge, hinter die sog. "Widerstandskämpfer" zu leuchten. Ihr macht doch lediglich die nützlichen Idioten, die sich mit "ihren Stasi-Akten die Schädel einschlagen" (Silly "Helloween in Ostberlin") und seid doch nur nützlich für das Prinzip "Teile und herrsche", die wirklich Mächtigen, die eisernen Seilschaften von heute, lachen sich tot über soviel Blödheit, sie brauchen Euch, damit der Osten ruhig bleibt, derweils sie "mit Geheul weiter ostwärts ziehen" (Silly). Schorlemmer brachte es auf den Punkt:"Sie wollten nicht das Brot der Freiheit, sondern 27 Brotsorten.Sie haben die Schlangen vor den Läden mit dem Stau im Verkehr eingetauscht.Sie sind heute wieder das, was sie immer waren-Privatpöbel!" Quod errat demonstrandum.
Admin Kommentar: Spinner, Versager und Idioten gibt es überall (gerade im Internet), egal welche politische Farbe Sie bevorzugen. Wir verwahren uns und warnen besonders vor jeglichem Extremismus. Die Mehrheit der ehemaligen politischen Häftlinge der DDR möchte weder die alten Verhältnisse noch ein "braunes" Pendant. Ihre pauschale Klassifizierung des "Privatpöbel" kennzeichnet sehr deutlich Ihre merkwürdigen Ansichten. Die Mehrheit aller von repressiven Maßnahmen des MfS Betroffenen waren Menschen, deren Zivilcourage "verdächtig" machte. Wir erlauben uns für diese Mehrheit, deren Reflexion sich nicht nur auf die DDR erstreckt, sondern auch auf die aktuelle naive Rezeption der DDR Ideologie, zu sprechen. "Wer die Vergangenheit nicht verstanden hat, wird keine Zukunft denken können" Erare humanum est.
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Hartmut Reinsch hat geschrieben am Sa 04 Mai 2002 15:39:21 CEST
~~~ Der ADLER! ~~~ Ein friedliches Land war es einmal, in den Tälern und auf den Bergen. Im Osten lag das Riesengebirge, wo der Rübezahl lebte mit seinen Zwergen. ~~~ In aller Stille ein Adler flog sachte, und schaute zur Erde nieder. Er kreiste umher und flog übers Land, wo man sang all die alten Lieder. ~~~ In Dörfern und Städten war man sich meist einig, und vieles ging vorwärts und voran. Manches klappte im gemeinsamen Schritt, Doch einige der Nachbarn, sie störten sich dran. ~~~ Eines Tages fing's an zu donnern und blitzen, Und Vieles im Land ging in Flammen auf ! Zum Schluss kam ein grosser Feuersturm, Vernichtung der Unschuldigen nahm seinen Lauf. ~~~ Es ist heute stille am Himmelszelt, Und wieder fliegt ein junger kühner Adler umher. Er schaut nieder zur Erde, auf seiner Jagd... Wie einst zur Zeit, schon lange ist's her. ~~~ Dann im Sturzflug saust er dahin und greift an, Auf sein Ziel stürzt er sich...eine Schlange ist dran! Er greift sie und richtet sich stolz danach auf, dann fliegt er gen Himmel, Richting Sonne hinauf... ~~~ Der Fang ist sehr sicher in seinen Krallen... als seine Flügelschwingen in der Ferne verhallen. ~~~ Geschrieben von Hartmut Reinsch (Deutsch-Kanadischer Goldschmied und Heimatdichter) Toronto KANADA 07. April 2002 ~~~ Als 6 jähriges Kind flüchtete ich mit meiner Familie in 1949 von meiner Heimatstadt Magdeburg nach west Berlin. Dann wanderten wir als Familie im Jahr 1957 nach Kanada aus, und seit dieser Zeit war ich nie wieder in meinem Vaterland!~~~ "Grüße an alle seit Kriegszeit und noch bis heute leidtragende Menschen und alle Lesergäste kommen zum Frühling von Hartmut, aus Toronto." ~~~ PS.> Jeden Frühlingsanfang wird unsere Welt neugeboren! So brechet ab die alten ausgetrocknetten Äste und lasst diese erneute Kraft in die Knospen gehen und somit in die Blüten. Dasselbe hat Gültigkeit für uns Menschen! Verschwendet eure Kraft nicht an dem, was nicht mehr zu ändern ist, sondern leitet sie weiter für das was ist und noch kommen wird, und alles was die unaufhaltbare Natur selbst ist. ~~~ "Gottes Mühlen malen langsam, aber gründlich!" Der Allmächtige mag den Menschen alles vergeben...! "Allerdings die Natur mit ihren Gesetzen und Regeln vergibt Niemandem und Nichts!"
Admin Kommentar: Wir werden auch in Kanada gelesen? Freundliche Grüße nach Kanada!
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Roger hat geschrieben am Sa 04 Mai 2002 13:51:50 CEST
Sehr geehrte Leser, ich war bis 1990 Mitarbeiter im MfS, Hauptabteilung II, Spionageabwehr. In der Einleitung ihrer Seite steht " in Deutschland wachsen die Barrieren zwischen Ost und West". Als einer der Gründe wird genannt die "Täter verdrängen ihre Verantwortung". Richtig,im Jahre 2002 sollte es um den Abbau der Barrieren gehen. In den vergangenen Tagen habe ich verschiedene Beiträge auf den Seiten gelesen. Leider muß ich zu der Einschätzung gelangen,daß in einigen Beiträgen der "Kalte Krieg" auferstanden ist. Auch sind viele Beiträge zu einfach und einseitig dargestellt.
Wenn bemängelt wird,daß "Täter die Verantwortung verdrängen",dann mag dies auch der subjektiven Darstellung der Arbeit des MfS, auf diesen Seiten liegen. Eine Einteilung nur in SCHWARZ oder WEIß hilft nicht weiter. Auch sind Begriffe wie "rote Brut" nicht dienlich für eine Diskussion. Keine Frage, es wurden im MfS Fehler gemacht,aber eine Sachliche Betrachtung sollte trotzdem möglich sein.
Mit freundlichen Grüßen, Roger
Admin Kommentar: Abgesehen davon, das wir bezweifeln das Sie von sich authentisch schreiben, erlauben wir uns die Frage nach dem Sinn Ihres Beitrags. Sie bemängeln die subjektive Sicht der Opfer und Betroffenen des Repressionsapparates, für den Sie damals einstanden? Sie fordern eine "sachliche Betrachtung" ohne nur im Ansatz eigene Aufarbeitung anzubieten? So wie Sie uns enttäuschen, müssen wir Sie enttäuschen: "kalten Krieg" suchen Sie hier vergebens. Wir haben auch nicht den Anspruch, ideologisch belasteten Personen moralisches und politisches Verständnis zu erweitern. Falls Sie die Intention der Website gründlich missverstanden haben: hier geht es nicht um "Kämpfe" vorgeblich besserer Ideologien, sondern um Aufklärung von staatlich sanktioniertem Unrecht, um deren Betroffene und Opfer. Über 90% der DDR Bevölkerung war weder Systemträger noch Mittäter im krebsartigen Repressionsapparat. Sie sollten einmal überlegen ob das MfS an sich nicht ein Fehler war, dem Sie nunmehr Rechtfertigung für das Mittun geben müssen. Sie erlauben doch diese moralische Replik?
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Eckhard Haß hat geschrieben am Sa 04 Mai 2002 12:11:33 CEST
Es ist unheimlich wichtig, daß das ALLES nicht vergessen wird und das es Vereine wie den Euren gibt ! ! Wie im Gästebucheintrag 825 angefragt, würde ich auch gern wissen, wie oder wo ich Einsicht in meine Akte nehmen kann. Danke !
Admin Kommentar: Siehe unten
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Kretzschmar Gisela hat geschrieben am Fr 03 Mai 2002 16:17:41 CEST
Nachdem ich in der Super-Illu von dieser Internetseite gelesen habe hege ich die Hoffnung das diese Seite nicht wieder eingestellt wird. Auch ich habe neun Jahre lang die Stasi als unerträgliche Nachbarn erdulden müssen. Und nur weil mein damaliger Ehemann als LKW-Fahrer in die kapitalistischen Länder fahren durfte. Dies funktionierte nur mit völliger Stasikontrolle.
Vieleicht kann ich unter Eurer Website die Adresse oder Telefonnummer erfahren wo ich meine Stasiakten anfordern kann.
Admin Kommentar: Sehen Sie bitte in der Rubrik Hilfe oder FAQ nach, dort finden Sie Hinweise, Adressen und einen offiziellen Antrag der BSTU ausdruckbar. Viel Glück!
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San hat geschrieben am Do 02 Mai 2002 22:18:38 CEST
Meinen Gruß zuvor! Ich muß stark die Übereinstimmung der betreffenden Personen bezweifeln. meines Wissens heißt der Vater nicht Thomas. Und das Geburtsdatum... Bitte erst genau recherchieren, dann mailen ist besser für dieses hervorragende Gästebuch!!
Admin Kommentar: Offen gesagt: zur Zeit werden ca. 60 aller Beiträge nicht freigeschaltet. Dieses Gästebuch soll authentischen Besuchern dazu dienen kritische oder kommentierende Beiträge publik zu machen. Beiträge(r) mit dem Vorsatz die Aufarbeitung des DDR Unrechts zu behindern, werden ausgefiltert.
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Herbert Huber hat geschrieben am Do 02 Mai 2002 09:23:48 CEST
Hi, ich wurde per email auf eure Seite www.stasiopfer.de/wichtig.html hingewiesen. Insgesamt finde ich eure website sehr informativ und extrem wichtig. (Wie kommt man von der Hauptseite oder sonst auf die wichtig.html? Ich finde keinen Link) Der Inhalt auf wichtig.html hat mich erschüttert und erzürnt. In den 50ern wurden alte Nazis wieder in höchste Justizämter befördert und mittels Beziehungen lebten die übrig gebliebenen Nazis nicht schlecht. Als diese Sauerei erst in den letzten Jahrzehnten so richtig bewußt wurde, fasste viele (oder waren es nur wenige?) ein grimmiger Zorn und der Vorsatz: Diesmal machen wir es besser. Allmählich muß man aber erkennen, dass die Stasi-Aufarbeitung ähnlich lasch abläuft. Sie wird behindert wo es nur geht. Wenn sich dann mal eine Initiative wie eure bildet, wird sie juristisch verfolgt. In einem Rechtsstaat wäre so etwas nicht möglich. Selbstverständlich werde ich auf meiner Website www.gavagai.de einen Link auf eure Seiten setzen. Servus aus Wasserburg am Inn. Herbert Huber
Admin Kommentar: Wir haben Ihre Kritik beherzigt und nun einen Link auf der Startseite. Ihre Einschätzung teilen wir ebenfalls: wenn man deutlich und für viele Menschen schnell und kostenlos erreichbare Informationen über das MfS publiziert, dann verstärkt sich der "Druck", der von ehmaligen und heutigen Hardlinern ausgeübt wird. Im Internet ensteht erst sehr langsam eine authentische Informationsebene von Betroffenen und Opfern des DDR -Unrechts. Es gab schon Versuche die wenigen Geschädigten der DDR, die sich mutig zu Wort meldeten, mit typischen "Zersetzungsmassnahmen" zu paralysieren. Das reicht vom Rufmord (z.B. wir wären rechtsradikal) bis zur Morddrohung. Das der Berliner Datenschutz nunmehr in einem Zuge mit diesen Zensurversuchen zu nennen ist, das hätten wir in dieser Form nicht erwartet. Eine kritischere Auslegung der Personendaten wäre vorstellbar gewesen (auch wenn sachlich und rechtlich falsch), jedoch keine strafbewehrten Drohungen. Bisher redet die Behörde auch nur sporadisch mit Medien und unterlässt jedes klärende Gespräch mit dem vorgeblichen "Täter".
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Winfried Hafenberg hat geschrieben am Mi 01 Mai 2002 22:07:16 CEST
Hallo Kameraden ! Ich suche Kameraden,die 1960 im U-Boot und im Lager X waren. Viele Grüsse ! Hafenberg,Winfried
Admin Kommentar: Viel Glück!
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Mario Wuensch hat geschrieben am Mi 01 Mai 2002 17:21:26 CEST
Leider habe ich erst gestern in irgendsoeiner Zeitung von Eurer Webseite erfahren. Leider. Vieles was mich so interessiert ist leider nicht mehr abrufbar. Haben Sie es entgültig geschafft diese armen von all dem nichts gewusst habenden Genossen ? Der von Ihnen ausgelieferte Honecker war ja schuld und der ist bekanntlich tot, somit ist alles in bester Ordnung . Der Mann hatte wenigstens für "Seine Sache" im Kz gesessen und somit für mich etwas glaubwürdiges. Denn dieser Völkermord den Hitler damals inszenierte dem viele Eltern und Grosseltern selbst von heutigen Neonazis zum Opfer fielen (wie dumm von Denen daß die den heute preisen), war zu verabscheuen . Während Honecker in seinen besseren Zeiten in der Welt rumknutschte sagte sich unsereiner :"der müsste mal sehen was hier unten los ist". Es waren eben diese vorhin erwähnten Genossen die uns DDR Bürger verarschten. Ob in der Schule im Staatsbürgerkundeunterricht, wo alles anfing den Hass zu schüren und Kampflieder gelernt werden mussten. Ob am Arbeitsplatz oder im Privatbereich. Nicht zuletzt in der Nationalen Volksarmee, in der ich selbst dreimal dienen durfte. Egal wo man traktiert wurde oder ein anderer sein Leben lassen musste ,es waren Sie die nicht aus den Augen gelassen werden dürfen. Sie kannten keine Gnade mit Menschen die einfach nur Mensch sein wollten und sie kennen sie auch heute nicht. Ich erinnere mich noch an die Worte eines SED Funktionärs aus dem RAW Schöneweide, er sagte:"Du wirst keine Chance haben auch nur noch einen Satz auf Papier zu bringen wir werden dich keine Stunde keine Sekunde aus den Augen lassen und Du wirst Arbeit bekommen .....". Ich sah wie Sie zur Wendezeit Ihren roten Kram vernichtet haben ,ob mein Stiefvater Dietmar Metke der wegen seiner Partei sogar seine Tochter in die Wüste geschickt hat als er noch in seinem roten Lada ,der ab und an auch vor einem Stasiegebäude geparkt war, unterwegs war. Oder meine liebe Nachbarin Frau Wiebe die den ganzen roten Kram in meine Mülltone warf. Während Sie früher stolz darauf war in der Nachrichtenzentrale der SED Kreisleitung gearbeitet zu haben erzählt Sie nach der Wende was vom Roten Kreuz. Es ist ein Kreuz mit diesen Roten, eines mit viel Blut dran. Und Sie waschen sich alle wieder sauber wenn wir das zulassen. So billig wie diese Kommunisten hat noch keiner auf Kosten der arbeitenden Klasse gelebt . Heute vor genau 13 Jahren zog man noch mit Sack und Pack vor den Führern vorbei, stolz auf wie wir heute wissen Doping ,Selbstschussanlagen und dem fast weltbesten Spionageappart. Es muss verhindert werden daß sowas wieder passiert und dazu muss man wissen wer sowas getan hat. Ich hoffe daß diese Webseite bald wieder komplett zur Verfügung steht
Admin Kommentar: In irgendeiner Zeitung werden Sie kaum etwas über unsere Website gelesen haben, denn so interessant ist unsere Website auch wieder nicht. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl hervorragender Lektüre zum Thema DDR Unrecht/ MfS. Leider ist die Transparenz zu den wirklichen Tätern - nicht den ausführenden Handlangern - nur unzureichend. Die Garde der hohen SED Funktionäre und Nomenklaturkader der DDR geniesst das "Image" nicht "dabei" gewesen zu sein. Mit dieser Kritik haben Sie vollkommen Recht. Die einstige Parteikader - Kaste ist längst in der Marktwirtschaft angekommen. Thema genug für eine umfangreiche Dokumentation im Internet - wer ist dazu in der Lage?
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Lutz Haufe hat geschrieben am Mi 01 Mai 2002 17:18:33 CEST
Haben gerade diese interessante Seite gefunden. Wie kommt man zur Datenbank ??? Bei mir wird angezeigt, dass ich nicht die erforderliche Berechtigung besitze. Bitte kurze Info. Vielen Dank. cu Lutz Haufe
Admin Kommentar: Sie übersehen den Link auf unserer Startseite? Der Zugang ist nach wie vor uneingeschränkt und - zum Beispiel - über folgenden Link erreichbar: http://www.stasiopfer.net/datenbank1.html
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Tilo Reinhold hat geschrieben am Mi 01 Mai 2002 15:56:34 CEST
Ich war schon oft auf Eurer Seite, möchte mich heute endlich mal melden. Leider sind die Zuschriften im Gästebuch nur schwer zu entziffern, dies war vorher besser,oder mache ich was falsch ?
Admin Kommentar: Nein. Wir machen etwas "falsch", da wir ein neues Gästebuchscript mit Fixierung der Schriftgröße benutzen. Natürlich können Sie die Schrift in Ihrem Browser manuell konfigurieren, wenn Ihnen unsere Schriftgröße nicht ausreicht.
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Dr. Wolfgang M. Hart hat geschrieben am Di 30 Apr 2002 12:28:44 CEST
Hallo, gute Arbeit. Und es ist an der Zeit, daran zu erinnern, gerade nun da die, die fuer unsere Haft verantwortlich waren alles tun, um das vergessen zu machen. Nach einer Demonstration in Dresden im Mai 1983 wurde ich verhaftet und zu 3.5 Jahren verurteilt. War dann in Dresden auf der Bautzner Strasse (Stasi) und spaeter in Cottbus bis ich im Juni 1984 nach Giessen gefahren wurde. Bin dann 1986 in die USA und erst Ende 1999 wieder nach Deutschland zurueckgekommen. Der Mann, der mir 1980 die Stasi ins Haus geschickt hatte, womit all mein Aerger anfing, Gunnar Winkler, damals Direktor des Instituts fuer Soziologie und Sozialpolitik bei der Akademie der W. in Berlin, hat schon wieder sein eigenes Institut: www.jan-winkler.de Mit seinem neuen Institut macht er Meinungsbefragungen fuer die PDS und kassiert an den Steuergeldern. Ich habe noch eine offene Rechnung mit diesem Schwein. Alles Gute, Wolfgang Hartmann
Admin Kommentar: Ihre Wut klingt verständlich. Haben Sie einmal versucht mit dem "Verursacher" der erlittenen Repression und Haft zu reden? Sie können Ihr Erlebnisse im Forum umfassender beschreiben, wenn Sie wollen.
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Annelies Möser hat geschrieben am Di 30 Apr 2002 09:43:07 CEST
Sehr geehrte Damen und Herren, zufällig wurde ich auf Ihre Internetseite aufmerksam. Bitte lassen Sie sich nicht von solchen Stimmen in Ihrer Arbeit verunsichern, die genau diese Arbeit nicht wollen. Ich bin froh, dass es Leute gibt, die sich der Stasi-Problematik widmen. Viel mehr muss auf diesem Gebiet noch getan werden. Treiben doch genau diese ehemaligen Stasi-Leute noch heute ihr Unwesen. Ich habe durch einen solchen Menschen meinen Arbeitsplatz verloren. Leider ist so etwas sehr schwer zu beweisen.
Admin Kommentar: Wenn Sie sich sicher sind, dann sollten Sie den Weg in die Öffentlichkeit suchen.
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