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Ronny Krüger hat geschrieben am Do 29 Jan 2004 15:24:02 CET

Was soll der ganze Mist mit der Stasiaufklärung
1.ist es wohl zu spät(von89-91 wurden doch unmengen an aktken vernichtet)
und 2.möchte ich nicht wissen wie die Bundesregierung vor89 mit dem MfS zusammengearbeitet hat,wenn z.B. ein gewisser Dr.Helmut Kohl gegen seine öffung der Akten klagen will und mein persönliches Highliht ist natürlich IM Sekretär(Manni Stolpe),der erst 12 jahre Die Fäden in Brandenburg inne hatte und zum ende seiner ruhm reichen Karriere es noch einmal in die bundesregierung schafte???
Also entweder alle Akten öffnen oder es endlich ruhen lassen

Admin Kommentar: Alle der BSTU zur Verfügung stehenden Stasiakten sind einsehbar. Beispielsweise können Sie die erhalten gebliebenen Akten zu Manfred Stolpe, im Rahmen eines Forschungsantrag, einsehen. Dies taten bereits Dutzende Journalisten. Eine hervorragende Ausarbeitung über die Tätigkeiten des Manfred Stolpe in Kooperation mit dem MfS ist die Veröffentlichung Ehrhard Neuberts: 
 
"Untersuchung zu den Vorwürfen gegen den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Dr. Manfred Stolpe". Hrsg. von der Fraktion Bündnis im Landtag Brandenburg, Potsdam, von Ehrhart Neubert,1993 
 
Nach der Berufung von Manfred Stolpe zum Bundesminister richteten Mitglieder der Bürgerbewegung einen offenen Brief an den Bundeskanzler Gerhard Schröder in dem es heisst: 
 
"Manfred Stolpe hat nie eine glaubhafte Abkehr von seinen mentalen Bindungen an das realsozialistische Regime vollzogen. Er teilte das Feindbild der SED in bezug auf Oppositionelle, öffentlichkeitssuchende Kritiker und unbequeme Theologen. Zu einer wahrhaften Vergangenheitsklärung hat Stolpe nichts beigetragen, seine "Ausflüchte, zweifelhaften Erklärungsmuster und halbherzigen Eingeständnisse" führten 1994 schließlich zum Bruch der brandenburgischen Koalition. Im Land Brandenburg wurde zudem während der gesamten Amtsperiode Manfred Stolpes als Ministerpräsident die in anderen Bundesländern anerkannte Einrichtung eines "Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR" verhindert."

 
Mike Peters hat geschrieben am Do 29 Jan 2004 09:38:41 CET

Ihr armen armen Opfer! Staatsfeinde werden in jedem Land bestraft und mittlerweile bin ich froh, dass ich 89 keiner dieser "Wir sind ein einig DM-Volk"-Plärrer gewesen. Jetzt wollen die armen armen "SED-Opfer" auch noch behandelt werden wie Hitlergegner? Warum nicht?
Vielleicht hätte Honecker auch KZ haben sollen und mit der BASF zusammenarbeiten, dann gäbe es heute wirkliche Opfer und nur noch Verbände der Hinterbliebenen...

beste Grüße aus der Anschlußsstadt Leipzig

Admin Kommentar: War Dummheit oder der Wille zur Provokation die Intention Ihres Beitrags?
 
Renate Winkel hat geschrieben am Mi 28 Jan 2004 20:46:56 CET

Ihr Kommentar zu 1428.
Sie machen es sich meiner Meinung nach zu einfach. Ich war auch SED-Mitglied beim Wärmeanlagenbau in Winzerla und wurde von der Stasi gezwungen Informationen über Personen weiterzugeben (anfangs war ich darauf stolz, da mir gesagt wurde, es diene der Bekämpfung von Drogenhandel im Inland). Später, als ich bei der NVA in Rothenstein arbeitete und sah, wie willenlos wir sein sollten als SED-Mitglieder. Zu allem Ja und Amen sagen was uns vordiktiert wurde, kämpfte ich offen dagegen an und wurde aus der Partei ausgeschlossen. Unser Gewerkschaftsboss drohte mir, wenn ich so weiter mache, könnte ich noch ganz woanders landen. Doch ich lies mich davon nicht abhalten und selbst im Ministerium für Nationale Verteidigung in Strausberg, wo man mich zum Verhör hin fuhr, beharrte ich auf meiner Meinung, dass es sich in der DDR nicht gut leben lässt, da wir auf vieles verzichten müssen in Bezug auf Konsumartikel , die es nicht zu kaufen gibt (dort im Ministerium in der MHO gab es allerdings fast alles, was wir im Inland an Produkten vermissten). Weiterhin sagte ich, dass Reisen in andere Länder für jedermann möglich sein müsste (die meisten Leute würden schon wiederkommen) usw.

Man kann doch nicht einfach nur die Politiker für sein Handeln verantwortlich machen. Ich selbst bin doch auch dafür verantwortlich für das, was ich tue. Wenn ich als denkender Mensch etwas als total falsch empfinde, dann weigere ich mich. So hatte ich als Arbeitslose auch schon Kämpfe mit dem Arbeitsamt auszustehen, wenn etwas total gegen meine Überzeugung war. Ein aufrichtiger Mensch tut nichts gegen seine innere Überzeugung. Ich habe schon immer - bitte das krasse Wort entschuldigen- Arschkriecher und Karriereleute (auf Kosten Anderer), gehasst und verachtet. Ich bin stolz heute sagen zu dürfen, dass mich der Sozialismus nicht beugen konnte und auch dieses unsoziale System in der heutigen Bundesrepublik nicht.
Gib jemandem die Macht, und er missbraucht sie. Ich habe ein Buch geschrieben, aus Rücksicht auf Verwandte und Bekannte will ich es jetzt noch nicht veröffentlichen.
Es ist spannend und informativ und handelt unter anderem von den genannten Problemen. Vielleicht verkaufe ich es eines Tages doch.

Bitte, Sie haben anfangs wirklich meine Begeisterung geweckt über ihre sachlichen trefflichen Kommentare. Doch nun bin ich enttäuscht, dass Sie es sich so einfach machen und sagen, dass die Politik das Handeln der Leute bestimmt. Oder hatten Sie es gar nicht so gemeint?

Admin Kommentar: Unser Kommentar zum genannten Eintrag ist unmissverständlich.  
 
Bitte für längere Beiträge das Forum nutzen. Danke.

 
Frank hat geschrieben am Mi 28 Jan 2004 14:49:04 CET

Hallo, schaut doch mal bei uns vorbei, hier kann jeder über Ostalgie diskutieren. Tolle Seite!

Admin Kommentar: Ostalgie ist das Gegenteil unseres Anliegens - wir bemühen uns um Aufarbeitung des Unrecht der DDR.
 
Stefan Pschera hat geschrieben am Di 27 Jan 2004 22:06:46 CET

Erich Honecker

Heute war auf MDR Honecker zu sehen. Welch ein biliger Charakter hat unser Leben eingeschränkt. Und viele haben mitgemacht. Es ist beschäumend.

Admin Kommentar: Bitte für (erwünschte) regelmässige Beiträge das Forum nutzen - Danke.
 
Stefan Pschera hat geschrieben am Di 27 Jan 2004 09:14:24 CET

Angst vor neuem Sozialismus - Fortsetzung

Nachrichten nur eines Tages und dies bei einer sozialistischen Regierung (Vogtlandanzeiger vom 27.1.2004)

- Abgeordnete erhalten mehr (von 6300 auf 7500 Euro pro Jahr für Büromaterial, Pauschale für Mitarbeiter von 8979 auf 9729 Euro, steuerfrei Kostenpauschale von 3503 auf 3551)

- Angemerkt von Falk Zimmermann über Politikerbezüge

- Arbeitsamt: 40 Millionen Euro weniger fürs Vogtland

- 10 % mehr Gebühren für Abwasser

- 40 Millionen Euro für externe Beraterverträge und trotzdem 400 000 Euro Abfindung für eigene "Leistungen"

Darauf hinweisen, denn:
Wer sich nicht in Gefahr begibt, kommt darin um.



Admin Kommentar: Eine "sozialistische Regierung" würde weder Ihre Meinung noch dieses Gästebuch straffrei lassen - erinnert sei an die Praxis der DDR. Akute gesellschaftliche und politische Probleme in der Bundesrepublik sind nicht automatisch als "sozialistisch regiert" zu bezeichnen, da selbst gravierende Fehlentscheidungen in einer Demokratie jeder Diktatur vorzuziehen sind. 
 
Für Meinungsbeiträge und diskussionswürdige Problembeschreibungen bitte unser Forum nutzen - das Gästebuch soll weiterhin für einmalige Kurzbeiträge benutzt werden. Vielen Dank für das rege Interesse!

 
B.K. hat geschrieben am Mo 26 Jan 2004 21:52:19 CET

Hallo, obwohl ich in der DDR gelebt habe empfand ich sie nie als Diktatur. Erst durch meine Kinder und den Vergleich mit meiner Kindheit merke ich was für idiotische Regeln wir damals doch aufgezwungen bekamen. Von politischen Häftlingen und dem MfS wußte ich auch viel weniger. Ihre Seite macht mich nachdenklich und ich werde sie weiter empfehlen.

Admin Kommentar: Viele Menschen passten sich in der DDR dem System an und lebten in ihren begrenzten Möglichkeiten, nach ihrem Verständnis, zufrieden. Ihre Nachdenklichkeit über die DDR ist erfreulich - vielleicht informieren Sie sich?
 
Hans hat geschrieben am Mo 26 Jan 2004 12:49:21 CET

Im April 1999 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die Renten für ehemalige Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit nachträglich und rückwirkend angehoben werden.

Im Gegenzug wird eine Opferrente für Verfolgte des SED-Regimes abgelehnt.

Ist das nicht eine Heuchelei, die Täter werden belohnt und die Opfer gedemütigt.

Admin Kommentar: Das Bundesverfassungsgericht dient der Wahrung demokratischer Rechte des Volkes - dabei wird kein Unterschied über die Zuordnung zu besonderen Personengruppen gemacht. Es ist Aufgabe der Politik, vor allem der Bunderegierungen, den Willen der letztgewählten freien Regierung der DDR umzusetzen und die Rechte der Täter und Verantwortlichen nachhaltig zu begrenzen.  
 
Die Lobbyinteressen der gut organisierten Stasiseilschaften ( im Besonderen der ISOR e.V.) führen zum derzeit inakzeptablen Zustand, der Opfer im Vergleich zu Tätern des DDR-Unrechts erneut bestraft.

 
Jens hat geschrieben am So 25 Jan 2004 23:31:24 CET

hey,
ganz interessant die Seite hier.

mfg Jens

Admin Kommentar: ohne Kommentar
 
A. Keßler hat geschrieben am Sa 24 Jan 2004 19:04:37 CET

Hallo, liebe Gästebuchleser,
aus gegebenen Anlaß suche ich nach einem ehemaligen Mitarbeiter der Stasi und dessen Vergangenheit.Da ich nicht weiß, ob offene
Namensnennung erlaubt ist, möchte ich hier nur
die geographischen Angaben eingeben und das ca.Alter der Person: Gebürtig aus Parchim, tätig in Schwerin und Berlin, heute wieder in
Consrade, LKR Parchim wohnhaft, Alter ca. 45.
Für eventuelle Informationen und Suchhinweise wäre ich dankbar, da ich web nichts gefunden habe, außer der Info, daß die entsprechende Person heute in der "Marxistischen Oppositon" des Landesverbandes Parchim der PDS aktiv ist.

Admin Kommentar: Niemand hindert Sie öffentlich den Namen eines ehemaligen hauptamtlichen Mitarbeiters des MfS zu benennen - sofern es stimmt. In der Diskussion um Verantwortung und Täterschaft in der DDR wird jedoch zu oft übersehen, das die Staatssicherheit nur "Schild und Schwert der Partei" war. Die Befehlsgewalt lag damit bei den totalitär eingestellten SED Verantwortlichen, die die Schmutzarbeit zum Erhalt der eigenen Macht dem MfS überliessen.  
 
Ehemalige SED Machteliten, die zu ca. 95% Mitglied der Nachfolgepartei PDS wurden, sind damit als Verantwortliche des DDR-Unrechts den ausführenden Tätern ebenbürtig. Kritik und Misstrauen gilt damit beiden Personengruppen.

 
Schaffrath, J. hat geschrieben am Fr 23 Jan 2004 22:42:03 CET

Hallo, ich bin bereits den dritten Abend beim lesen in diesem Gästebuch. Wirklich spanend und manchmal auch erschütternd was hier steht

Admin Kommentar: Wir freuen uns über die Vielfalt der Beiträge.
 
Rüdiger Jope hat geschrieben am Fr 23 Jan 2004 16:32:11 CET

Hi,
wir sind ein Twentreff der Evangelischen Kirchengemeinde Nord-Ost Frankfurt a. Main. Wir wollen Pfingsten 28.-31. Mai 04 in Dresden verbringen. Wir wollen nicht nur die kulturelle und menschliche Seite, sondern auch gerne die politische Seite von 1949 - 1989 kennenlernen. Wer kennt Zeitzeugen, ist Zeitzeuge in Dresden und kann uns zum Thema: Was war die DDR? Wie funktionierte die Stasi? Worunter habe ich gelitten... einen Abend teilhaben lassen?

Mit herzlichen Grüßen
Rüdiger Jope
Wingertstr. 15
60316 Frankfurt a.Main

Admin Kommentar: Sollte keine passende Antwort kommen, vermitteln wir gerne weiter.
 
Stefan Pschera hat geschrieben am Fr 23 Jan 2004 09:58:25 CET

Angst vor neuem Sozialismus

Die Arbeitslosigkeit steigt, immer mehr Abgaben, Billigjobs müssen angenommen werden, viele wählen die PDS, der Sozialismus wird als Alternative diskutiert. Und jetzt noch die Vorgänge um den ehemaligen Mannesmannkonzern.

Die Gefahr für die Demokratie sind nicht die Rechten und Linken, es ist die Unmoral der Essers, Ackermanns, Zwickels und Co.



Admin Kommentar: Neben allen Gefahren bietet einzig eine demokratisch verfasste Gesellschaft die Möglichkeit sich zu wehren - nur so werden Diktaturen vermieden. Mut zum Handeln, auch wenn es schwer fällt.  
 
Auch wenn Albert Einstein sagte: "Es ist schwieriger, eine vorgefaßte Meinung zu zertrümmern als ein Atom".

 
saskia hat geschrieben am Do 22 Jan 2004 11:02:43 CET

Hey, super klasse Seite! Ich schaue mich noch bissel um. Viele Grüße aus HAmburg.
Saskia von Link: www.kiezbilder.de

Admin Kommentar: Sachfremde Werbung ist unerwünscht.
 
Dani hat geschrieben am Do 22 Jan 2004 00:04:23 CET

Hallo Mario,

noch einmal ein Dankeschön für Deine netten Worte und beste Grüße aus Potsdam. Kennst Du das Deutsch-Russische Museum schon?

Admin Kommentar: Danke für die Grüße und den interessanten Link
 
Bianca hat geschrieben am Mi 21 Jan 2004 21:30:29 CET

Durch Zufall bin ich auf diese Seite gekommen.Sie gefällt mir sehr gut.
Weiter so und ein dickes Lob.Ich werde auf jeden Fall öfters mal vorbeischauen.
Ganz liebe Grüße
Bianca


Admin Kommentar: Danke!
 
Stefan Pschera hat geschrieben am Di 20 Jan 2004 11:37:04 CET

Ich hatte die Hoffnung, die BRD sei ein Rechtsstaat ...

Die Veröffentlichungen von Constanze Paffrath zeigen ein anderes Bild.

http://www.rupic.de/pressea/versch/2003/libfo_281003.htm

Nun wird verständlich, warum die Stasi usw. hohen Renten erhalten, ich z.B. als anerkannter Verfolgter nichts.



Admin Kommentar: Erklärung: Laut der, mit summa cum laude, ausgezeichneten Arbeit von Frau Paffrath verantwortete die Regierung unter Helmut Kohl das wirtschaftliche Konzept der Wiedervereinigung. Die hierzu geplanten Kosten von über 600 Milliarden Mark sollten vorgeblich aus dem eingezogenen Grundeigentum refinanziert werden. Eine rechtliche Basis dazu war nicht vorhanden.
 
ronny hat geschrieben am Mo 12 Jan 2004 20:31:08 CET

bingo! endlich habe ich zeit bei euch rumzusurfen. hut ab und weiter so sagt

ronny aus leipzig
(mein opa war beim verein dabei)

Admin Kommentar: ohne Kommentar
 
thomas kuhnke hat geschrieben am So 11 Jan 2004 16:17:45 CET

kann man immernoch einsicht in seine stasiakte bekommen und wenn ja, wie
vielen dank für ihre mühe

Admin Kommentar: Sie finden alles gewünschte auf unserer website zum nachlesen - auch ein Antragsformular der BSTU.
 
Martin Schulze hat geschrieben am Fr 09 Jan 2004 23:10:39 CET

Zuerst wünsche ich allen Lesern ein gesegnetes und friedliches Jahr 2004.
Vielleicht lassen sich ja auf diesem Wege ehemalige Gefangene der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Frankfurt/Oder ausfindig machen. Sehr würde ich mich freuen, wenn wir einmal in Kontakt kommen könnten, ich saß dort 1984 wegen öffentlicher Herabwürdigung (§220 StGB). Mit herzlichem Dank und guten Wünschen verbleibe ich Martin Schulze.

Admin Kommentar: Auch Ihnen alles Gute in 2004
 
 
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