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g************** hat geschrieben am Mo 26 Feb 2001 21:26:31 CET

Jetzt habe ich grade die Story zu IM SIMON gelesen. Das ist ja ein starkes Stück! Ekelhaft und widerlich sowas.

Admin Kommentar: Die Geschichte zum IM SIMON wird gerade von Tageszeitungen und anderen Medien aufgenommen. Wir halten darüber auf dem Laufenden.
 
Ernst Abach hat geschrieben am Mo 26 Feb 2001 13:26:14 CET

Hallo Stasiopfer, ich find´s ziemlich mutig so etwas aufzuziehen. Jedenfalls hört man kaum von den (über 180 000?) politischen Häftlingen aus DDR Zeiten. Ab und zu fliegt einem der alten ''Schlapphüte'' der Stasi die Tarnung weg, das war´s. Ich such Bilder von Selbstschussanlagen an der Mauer und vor allem wie lange es die gab. Ein Kollege hat mit mir gewettet, daß es die bis zur Wende verwendet wurden. Wer weiss es genau. Antwortmail wär prima, danke.

Admin Kommentar: Hallo Ernst, leider können wir Deine Fragen nicht sofort akkurat beantworten. So ist uns noch keine genaue Statistik bekannt - auch fraglich ob es eine solche schon gibt. Vermutlich gab es mehr als 200 000 politische Häftlinge. Hierzu gehören auch die ca. 70 000 Toten, die nach dem Krieg von den Russen und dem SSD zu verantworten waren. Teilweise saßen in KZ´s aus der vorhergehenden Nazizeit, politische Häftlinge ein. Darunter auch Kommunisten, die sich der ''Zwangsvereinigung'' von KPD und SPD verweigert hatten. Die Selbstschußanlagen fielen ca. 1984 - 1985. Ich (Mario Falcke) habe selbst Anfang 1984 mit einem polnischen Zellenkameraden einsitzen müssen, der über 80 Splitter der Selbstschußanlagen am gesamten Körper hatte. Ein Arm, die gesamte Hüfte und der halbe Rücken waren dadurch unbeweglich geworden. Deine Frage werden wir per Mail später beantworten.
 
Corinna hat geschrieben am Mo 26 Feb 2001 10:17:19 CET

Wir finden Ihre Seiten großartig und werden zukünftig des öfteren hineinschauen. In Anlehnung an Unterhaltungen mit unseren Bandscheibenpatienten aus dem Osten, sei noch anzumerken, dass es offensichtlich eine sich stetig dynamisierende Kriminalisierung von ehemaligen Opfern des DDR-Geheimdienstes duch einige Behörden zu geben scheint. Mein Mann und ich sind der Auffassung, es existiert dort eine Kohärenz mit dem gesellschaftlichen Bestreben, den Standard der Juden zu präservieren.

Admin Kommentar: Das Sie unter starker Aporie leiden, durften wir Ihrem Beitrag entnehmen. Ihre minorenne Dedikation verdient nur diese Mimesis. Weitere ''vertebrale'' Lokutionen erscheinen hier nicht. Verte!
 
möchte ich nicht hat geschrieben am Sa 24 Feb 2001 13:17:39 CET

Meine Eltern haben 1991 erfahren, das mein Bruder 1978 an der Grenze erschossen wurde. Erst durch die Akteneinsicht hatte uns gezeigt, was wir bis dahin nur ahnen konnten. Er wurde von einem angetrunkenen Offizier mit einem Magazin aus der Kalaschnikow getötet, als er schon durch zwei Grenzsoldaten gestellt war. Wir haben aufgehört an Gerechtigkeit zu glauben.

Admin Kommentar: Liebe Unbekannte, Schicksale wie das Eure gehören zum finstersten Kapitel des MfS gegen die eigene Bevölkerung. Vorgestern stellte das ZDF (J.B. Kerner Talk) Wolfgang Welsch vor, auf den drei Mordanschläge verübt wurden. Bei ihm sind glücklicherweise das Bombenattentat, der Erschiessungsversuch und der Giftmord in Israel fehlgeschlagen. Neben den Morden sollte man die Todesfälle in Haft und auch Selbstmorde von Opfern die mit dem erlebten nicht mehr leben konnten, nicht vergessen. Wir werden versuchen, dieses Thema auch in unsere Seite einfliessen zu lassen. Danke für Deinen Beitrag. Wenn Du uns mehr schreiben möchtest, schick uns bitte eine Mail an: info@stasiopfer.de
 
georg hat geschrieben am Sa 24 Feb 2001 11:47:46 CET

Lieber Mario, hab die seite jetzt nochgarnicht gelesen, sondern (wie immer) gleich ins gästebuch, um die reflektionen zu lesen. Das scheint ja ein heisses Eisen zu sein und ein Thema, dass mir garnicht so im bewusstsein war. unten schreibt ein stasiopfer darüber in die USA auszuwandern: Das fände ich sehr traurig! Während der Nazizeit sind z.B wirklich fast alle guten Künstler aus Deutschland in die USa abgewandert und trugen zum Ruhm der ''greatest Nation on earth'' bei. Hier vertrocknete dann so einiges und das hält bis heute an. Die Stasiopfer waren bestimmt meist auch kreative Highlights der ex ddr und hatten power. solche leute brauchen wir doch hier, abwandern ist keine Lösung. Transparenz schon eher. MArio, Du hast da auf jeden Fall mal wieder ein spannendes Projekt angestossen, dass Deutschland anscheinend bitter nötig hat(te)! Regards

Admin Kommentar: Lieber g.org, danke für Dein vorbeischaun auf unserer gerade begonnenen Seite. Wir werden sehen, ob dieses Website einen Beitrag leisten kann zum Thema Aufarbeitung. Hoffnung ist schliesslich ein treuer Hund und läuft Dir immer hinterher . .
 
Peter und Uschi hat geschrieben am Sa 24 Feb 2001 09:32:10 CET

Wir haben am frühen morgen schon kräftig lachen müssen über den Leserbrief von Stasiopfer. Aber als wir wieder Luft bekamen, habe wir beide zufrieden geknurrt. Irgendwo haben die schon recht. Die solln sich mal bei mir melden, wir sind beide auch arbeitslose Ing. Vielleicht haben die irgendwelche Ideen. Wir hassen den Staat nicht! Er ist uns scheißegal! Wir bräuchten für uns eine Art Bubis, der die Leute ständig ermahnt usw. Eure Seiten sind wohl noch nicht ganz fertig, oder ist vielleicht die Kiste hier zu alt? Eure Masken der Seiten sind ganz toll! Nur, seid Ihr Euch sicher, dass die Akten immer die Wahrheit beinhalten. Bei uns war alles Lüge durch Denunziation, um uns fertig zu machen. Viele Urlaubsgrüße von Peter und Uschi an die Page-Macher und an alle Stasi-Opfer around the world.

Admin Kommentar: Mahnende Erinnerung scheint mehr als nötig in dieser Zeit, in der das Unrecht der DDR kaum noch wahrgenommen wird.
 
Michael hat geschrieben am Fr 23 Feb 2001 10:34:05 CET

Tolle Aufmachung Eurer Seite. Leider informiert sie nur über Sachen, die man überall nachlesen kann. Ja, die Laune bei Stasiopfern ist wirklich äußerst aggressiv. Ich selbst kenne durch meine Stasiverfolgung hier in Berlin etliche Stasiopfer und DDR-Oppositionelle. Sie feiern jeden Bombenanschlag der rechten Szene, ohne dort Mitglied zu sein. Ansonsten ist Eure Seite von der Aufmachung her perfekt. Gratulation, weiter so! Nur meine Schwester (auch STO.) findet sie zu links und haßt Eure Kommentare.

Admin Kommentar: Sensationen, linke oder rechte Gewalt wird man hier vergeblich suchen. Diese Website wird mit authentischen Beispielen und Informationen zum Thema MfS & Aufarbeitung kontinuierlich ausgebaut.
 
Petra hat geschrieben am Di 20 Feb 2001 19:32:50 CET

Wie sollte man derartige Themen sonst darstellen? Ihr macht das schon richtig. Hoffentlich baut Ihr das bald noch aus. Toll finde ich, daß man hier Akten der Stasi lesen kann. Ich befürchte nur, daß nur wenige Leute Lust auf solche Dinge haben. Ich frage mich nur, wie wir ''Wessis'' reagieren würden, wenn uns sowas passieren würde . .

Admin Kommentar: Hallo Petra, wir haben versucht in schlichter und dem Thema angemessener Form zu arbeiten. Wir stimmen Dir völlig zu: erst wenn man gravierendes Unrecht erlebt hat, wird man nachdenklich. Egal ob ''Wessi oder Ossi''.
 
Andreas hat geschrieben am Mo 19 Feb 2001 14:23:53 CET

Hallo Mario, die Seite macht einen sehr guten Eindruck und es ist wohl kein Wunder das dieses Portal erwartet wird. Allerdings gibt es noch sehr viel zu tun, um die doch übersichtliche Struktur zu füllen. Ich drücke Dir die Daumen, das es viele konstruktive Beiträge, im Sinne der Erhellung um die Aktivitäten der MfS gibt.

Admin Kommentar: Hallo Andreas, über Deinen Eintrag freut sich Mario besonders! Hoffentlich können wir den Erwartungen bestmöglich entsprechen. Wir hoffen bis zum Sommer 2001 alle Bereiche ausgebaut zu haben. Anregungen nehmen wir gerne mit auf.
 
bamse hat geschrieben am Mo 12 Feb 2001 11:50:20 CET

Stasiopfer.de ist schon o.k. und sicher auch berechtigt. Nur, tut mir einen Gefallen: bleibt nicht so einseitig, wie Ihr es wahrscheinlich vorhabt. Bei der Tätigkeit eines jeden Geheimdienstes gibt es jede Menge Opfer. Die solltet Ihr nicht vergessen, wenn Ihr Euch nicht den Vorwurf der Einseitigkeit gefallen lassen wollt. Die geheimdienstliche Tätigkeit (auch der Stasi) hat eine jahrhundertlange Tradition und eine ihrer Wurzeln liegt zweifelsfrei in der Kirche, die andere in der Kriminalistik. Gilt doch ''die Arbeit mit Informanten'' gemeinhin als die Krone kriminalistischer Tätigkeit. Im Übrigen ist die Wende 89 doch wohl auch als eines der größten Ergebnisse (Erfolge) geheimdienstlicher Tätigkeit der westlichen Allianz zu betrachten. ''Roll back'' war ja deren erklärtes Ziel und genau das hat die sogenannte friedliche Revolution auch erbracht. MfG bamse

Admin Kommentar: Hallo ''bamse'', Deine kritischen Hinweise beherzigen wir gerne. Generell: es geht uns nicht um einseitige Darstellungen. Wir möchten einerseits Einblick in authentisches Material des MfS bieten, anderseits Betroffenen und Opfern eine Plattform geben. Bitte vergiss nicht, daß die über 250 000 ehemaligen Häftlinge keine Lobby haben. Viele von ihnen waren Vorreiter der sogenannten friedlichen Revolution in der DDR. Ohne sich von Machtverhältnissen beeinflussen zu lassen.
 
Sven hat geschrieben am Fr 09 Feb 2001 14:33:22 CET

Endlich tut sich was, mach bitte schnell weiter. Bei uns in der Schule behandeln wir gerade sowas.

Admin Kommentar: Hallo Sven, danke für Deinen Besuch. Sollte das Thema noch aktuell sein, haben wir einen Tipp für Dich/ Euch. Kostenlose Informationsbroschüren zum Thema bekommt Ihr unter der Webadresse der Bundeszentrale für politische Bildung: http://www.bpb.de. Empfehlung: Die DDR-Staatssicherheit - Schild und Schwert der Partei, Bestellnummer: 3.954
 
Bernd hat geschrieben am Sa 27 Jan 2001 21:21:29 CET

Die Idee dieser Seite finde ich sehr gut. Ich hätte mir aber sehr viel mehr Informationen über die Täter von früher gewünscht. Die ''Gauckbehörde'' wir auch immer ruhiger...

Admin Kommentar: Das sehen wir nicht so. Nach wie vor hat die Gauckbehörde monatlich einige tausend Neuanträge zu bearbeiten. Wartezeiten von mehreren Jahren sind immernoch die Regel. Hinweis: wer zwischen 1992 - 1995 Akteneinsicht erhielt, sollte einen Wiederholungsantrag stellen, da mittlerweile sehr viel Archivmaterial neu erschlossen wurde. Die Gauckbehörde wird also nicht ruhiger - es sind die Medien die das Thema kaum noch aufgreifen. Es sei denn, Helmut Kohl möchte gerichtlich die Akteneinsicht öffentlichkeitsrelevanter Bestandteile seiner Akten verhindern.
 
Dieter hat geschrieben am Do 25 Jan 2001 23:50:18 CET

Hallo Mario, da Du diese Thema im Schwarzbunten Brett zur Diskussion gestellt hast, wäre es gut, wenn Du Dir die Entwicklung dort ansehen und aktiv mitgestalten würdest, vor allem nach dem Beitrag von Thomas Hauer. Dieter.

Admin Kommentar: Hallo Dieter, danke für Deinen Eintrag. Leider war Dein Posting auf dem besagten Board aus dem Zusammenhang gerissen. Du findest in Kürze nähere Informationen zu Dr. Bernd Götz, alias IM SIMON hier unter der Rubrik Akten/ IM. IM 78
 
Peter Imminger hat geschrieben am Mo 22 Jan 2001 06:42:28 CET

Leider fand ich noch nicht sehr viele Informationen zu einem Thema das auch mich als Westdeutscher interessiert. Die Bildkopien der Akten sind jedoch bedrückend.

Admin Kommentar: Vollkommen richtig - wir haben gerade erst begonnen die Website aufzubauen. Es wird auch noch einige Monate brauchen bis das Projekt strukturiert ist. Wir bitten um Geduld.
 
 
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